Schon jetzt ist die Switch 2 von Nintendo kein günstiger Spaß, und vielleicht auch deshalb haben die Absatzzahlen zum Ende des vergangenen Jahres doch merklich nachgelassen. Leider ergibt sich für die nahe Zukunft keinerlei Aussicht auf Erholung. Denn unter anderem aufgrund rasant steigender Speicherpreise drohen die Margen zu erodieren, wenn der Preis für die Konsole nicht sogar noch erhöht werden soll.
Über diese Problematik sprach Nintendo-CEO Shuntaro Furukawa kürzlich in einem Interview mit „Kyoto Shimbun“ und erkannte dabei den schwer volatilen Speichermarkt an. Außerdem wurden Faktoren wie Zölle und Wechselkurse angesprochen. Nintendo versuche, all das mit Kostenreduktionen an anderer Stelle auszugleichen und arbeitet dafür an einer mittel- und langfristigen Strategie.
Nintendo hält die Augen offen
Akute Auswirkungen auf die Bilanzen erwartet Furukawa aufgrund der gegenwärtigen Situation nicht. Allerdings müsse die Lage genau im Auge behalten werden. Damit schließt der Nintendo-Chef etwaige Preiserhöhungen zumindest nicht aus. Anders als in vergangenen Zeiten ist das im Konsolengeschäft mittlerweile schon fast üblich. Konkurrent Sony erhöhte den Preis für die im Jahr 2020 erschienene PlayStation 5 bereits mehrfach.
Für Nintendo wäre es aber ein besonders kritischer Zeitpunkt. Die Switch 2 ist erst ein halbes Jahr alt und verfügt dementsprechend nur über eine überschaubare Nutzerbasis. Es werden aber mehr Konsolenbesitzer gebraucht, um Spieleentwickler anzulocken und Einnahmen über Lizenzgebühren zu generieren. Meistern muss Nintendo den Spagat, die eigenen Margen nicht aus den Augen zu verlieren und gleichzeitig die Absatzzahlen zu maximieren.
Die Zweifel werden größer
Nintendo Aktie Chart
Offenbar traut nicht jeder Anleger dem Super-Mario-Konzern zu, dieses Kunststück bestmöglich über die Bühne bringen zu können. Berichte über schwache Absatzzahlen und explodierende Speicherpreise haben der Nintendo-Aktie sichtlich zugesetzt. In den letzten sechs Monaten ging es mit dem Kurs um rund 25 Prozent auf 54,18 Euro am Dienstagmorgen in die Tiefe.
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