Bei Nintendo bahnt sich eine regelrechte Umwälzung der Aktionärsstruktur an. Partnerbanken des japanischen Spielekonzerns wollen strategische Beteiligungen im Wert von etwa 300 Milliarden Yen abstoßen. Das sind umgerechnet rund 1,9 Milliarden Dollar. Reuters berichtet unter Berufung auf drei Insider, dass die MUFG Bank und die Bank of Kyoto zu den Verkäufern gehören sollen.
Die Dimensionen sind gewaltig. Eine Sekundärplatzierung von bis zu 32,7 Millionen Aktien steht im Raum. Neben den genannten Banken sollen auch DeNA und Resona zu den Verkäufern gehören. Eine Entscheidung könnte bereits am Freitag fallen, so zwei der Quellen. Die genaue Anzahl der zu verkaufenden Aktien steht allerdings noch nicht fest.
Parallel dazu hat Nintendo selbst ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Bis zu 1,2 Prozent der eigenen Anteile im Wert von 100 Milliarden Yen will der Konzern zurückkaufen und anschließend einziehen. Das wirkt auf den ersten Blick wie ein Gegengewicht zum Verkaufsdruck der Banken.
Die Rechnung geht nicht auf
Doch die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Während 300 Milliarden Yen auf den Markt drängen, stehen nur 100 Milliarden Yen für Rückkäufe bereit. Nintendo kann den Verkaufsdruck also bestenfalls zu einem Drittel abfedern. Der Rest landet direkt am Markt und dürfte für erhebliche Volatilität sorgen.
Die Banken trennen sich offenbar von langjährigen strategischen Beteiligungen. Warum gerade jetzt? Die Frage bleibt vorerst unbeantwortet. Nintendo selbst war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Anleger sollten sich auf turbulente Tage einstellen. Wenn solche Volumina bewegt werden, bleibt der Kurs selten stabil. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Nintendo die Wogen glätten kann oder ob hier eine größere Korrektur droht.
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