Der japanische Leitindex beendet die Woche mit einem kräftigen Aufschlag und nähert sich wieder seinem Allzeithoch. Getragen wurde die Rally von einer überraschend positiven Konjunkturdaten und einer Kurs-Explosion des größten Indexmitglieds. Doch die nächste Richtungsentscheidung steht bereits bevor.
Einzelhandel und Exporte treiben Rally
Die positive Stimmung am Freitag speiste sich aus zwei Quellen. Zum einen übertrafen die japanischen Haushaltsausgaben im November mit einem Plus von 2,9% deutlich die Erwartungen der Analysten. Diese hatten sogar einen leichten Rückgang prognostiziert. Zum anderen legte der Index-Schwergewicht Fast Retailing, die Muttergesellschaft der Uniqlo-Kette, nach einer überraschend starken Gewinnprognose um über 10% zu. Das Unternehmen allein trug mehr als zwei Drittel zum Tagesplus des Nikkei bei.
Auch die exportlastigen Titel profitierten, da der japanische Yen auf ein Niveau von über 157 Yen je Dollar schwächte. Dies verbessert die Ertragsumrechnung für Konzerne wie Toyota und Mazda. Zudem beruhigten Klarstellungen aus China zu Exportkontrollen die Märkte und ließen vor allem Technologiewerte wie Renesas Electronics und Tokyo Electron aufleben.
Nikkei 225 Chart
Technisches Bild bleibt bullisch
Mit dem Anstieg auf 51.939,89 Punkte hat der Nikkei seine kurze Konsolidierung beendet und sich deutlich über seinen wichtigen Durchschnittswerten positioniert. Die nächste große psychologische Hürde liegt bei der Marke von 52.000 Punkten. Ein Durchbruch hier könnte den Weg zum Allzeithoch bei rund 52.660 Punkten ebnen. Die technischen Indikatoren deuten darauf hin, dass für weitere Kursgewinne noch Raum vorhanden ist.
Ausblick: Entscheidung fällt nächste Woche
Ob der Schwung anhält, wird sich bereits zu Wochenbeginn zeigen. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den US-Arbeitsmarktbericht (Non-Farm Payrolls) und eine erwartete Entscheidung des Obersten US-Gerichtshofs zu globalen Handelszöllen. Starke US-Daten könnten den Yen weiter unter Druck setzen und den Nikkei über die 52.000-Punkte-Marke treiben. Allerdings beobachten Marktteilnehmer die Währungsparität von 158 Yen je Dollar genau, da eine Schwäche jenseits dieser Marke potenziell interventionistische Kommentare der Bank of Japan auslösen könnte. Die weitere Entwicklung des Wechselkurses wird damit kurzfristig ein Schlüsselfaktor für den japanischen Aktienmarkt bleiben.
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