Nikkei: Der Ölschock schlägt zu!

Der japanische Leitindex verliert über 6 Prozent und erreicht den tiefsten Stand seit zwei Monaten, nachdem der Ölpreis um mehr als 26 Prozent gestiegen ist.

Auf einen Blick:
  • Nikkei bricht um 6,62% ein und fällt auf Zweimonatstief
  • Ölpreis schießt um 26% auf 115 Dollar pro Barrel
  • Japan bezieht 95% seines Öls aus dem Nahen Osten
  • Yen schwächelt auf 158,5 je Dollar

Der japanische Aktienmarkt erlebt heute einen Schocktag. Der Nikkei sackte um 6,62 Prozent auf rund 52.000 Punkte ab und erreichte damit den tiefsten Stand seit zwei Monaten. Der Grund ist schnell ausgemacht. Die Ölpreise explodierten regelrecht und schossen um mehr als 26 Prozent auf 115 Dollar pro Barrel nach oben. Das ist der höchste Stand seit 2022.

Die Eskalation im Nahen Osten trifft Japan mit voller Wucht. Denn das Land ist extrem verwundbar. Rund 95 Prozent der japanischen Ölimporte stammen aus dem Nahen Osten, etwa 70 Prozent davon kommen durch die Straße von Hormus. Genau dort herrscht jetzt Chaos. Große Ölproduzenten haben ihre Förderung gedrosselt, Lieferungen durch die Meerenge sind komplett zum Erliegen gekommen.

Der Yen gibt ebenfalls nach und fiel auf über 158,5 je Dollar. Das ist der schwächste Stand seit sechs Wochen. Gleichzeitig kletterte die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen auf rund 2,22 Prozent und markierte ein Dreiwochenhoch. Die Anleger fürchten steigende Inflation durch die Ölpreise und damit weniger Spielraum für Zinssenkungen.

Nikkei 225 Chart

Asiens Märkte im freien Fall

Japan steht mit dem Absturz nicht allein da. Der südkoreanische KOSPI verlor fast 7 Prozent und fiel auf etwa 5.200 Punkte. Der Won rutschte unter 1.500 je Dollar und erreichte den schwächsten Stand seit Anfang 2009. Auch in Hongkong gaben die Kurse um 2,43 Prozent nach, Indiens Sensex brach um knapp 3 Prozent ein. Die indische Rupie markierte ein Rekordtief bei über 92 je Dollar.

Australien erwischte es ebenfalls hart. Der Markt verlor 2,85 Prozent und büßte über 138 Milliarden Dollar an Wert ein. Energieminister Chris Bowen gab bekannt, dass Australien nur noch Treibstoffreserven für 32 bis 36 Tage hat. Das liegt weit unter der von der Internationalen Energieagentur empfohlenen 90-Tage-Marke.

Die Lage bleibt angespannt. Solange der Konflikt im Nahen Osten nicht gelöst wird und die Ölversorgung gestört bleibt, dürften die asiatischen Märkte weiter unter Druck stehen. Für Japan mit seiner extremen Abhängigkeit vom Öl aus der Region wird es besonders eng.

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