Nikkei 225: Zögern an der 53.400er-Marke

Der japanische Aktienmarkt zeigt sich unentschlossen, während die US-Notenbank eine Zinswende einleitet. Positive Inflationsdaten in Tokio entlasten die japanische Zentralbank.

Auf einen Blick:
  • Leitindex schließt nahezu unverändert bei 53.412 Punkten
  • Inflationsrate in Tokio schwächt sich deutlich ab
  • Industrieproduktion übertrifft Erwartungen der Analysten
  • SoftBank und Toyota gehören zu den Tagesgewinnern

Der japanische Leitindex zeigt sich am Freitag unentschlossen. Nach drei Gewinntagen in Folge pendelt der Nikkei 225 um die 53.400-Punkte-Marke und schloss mit einem minimalen Plus von 0,07 Prozent bei 53.412 Punkten. Zwischenzeitlich war der Index bis auf 53.195 Punkte abgerutscht.

Die Unsicherheit kommt nicht von ungefähr: US-Präsident Donald Trump will noch heute seinen Wunschkandidaten für die Nachfolge von Fed-Chef Jerome Powell bekannt geben. Der Name Kevin Warsh kursiert bereits – ein ausgewiesener Falke, der für eine restriktive Geldpolitik steht. Die Märkte reduzieren entsprechend ihre Hoffnungen auf lockere Zinsen.

Inflation nimmt Druck von der Bank of Japan

Ein Lichtblick für japanische Aktien: Die Inflation im Großraum Tokio schwächte sich im Januar deutlich ab. Die Gesamtteuerung fiel von 2,0 auf 1,5 Prozent, die Kernrate sank von 2,3 auf 2,0 Prozent. Das nimmt der Bank of Japan den Druck, die Zinsen kurzfristig anzuheben – eine Entlastung für kreditfinanzierte Unternehmen.

Auch die Arbeitsmarktdaten zeigten sich stabil: Die Arbeitslosenquote verharrte im Dezember bei 2,6 Prozent, während das Verhältnis offener Stellen zu Bewerbern mit 1,19 sogar die Prognosen übertraf.

Gemischtes Bild bei Konjunkturdaten

Die Industrieproduktion überraschte positiv: Statt des erwarteten Rückgangs um 0,4 Prozent sank sie im Dezember nur um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Im Jahresvergleich legte sie sogar um 2,6 Prozent zu. Das Wirtschaftsministerium behielt jedoch seine vorsichtige Einschätzung bei – die Produktion fluktuiere weiterhin unentschlossen.

Ernüchternd fielen dagegen die Einzelhandelsumsätze aus: Mit einem Minus von 0,9 Prozent im Jahresvergleich verfehlten sie die Erwartungen eines Zuwachses um 0,7 Prozent deutlich. Nach dem Plus von 1,1 Prozent im November eine klare Trendwende.

Gewinner und Verlierer des Tages

SoftBank Group stach mit einem Kurssprung von fast 5 Prozent hervor. Auch die Automobilwerte zeigten Stärke – Toyota gewann über 1 Prozent, Honda knapp 1 Prozent. Casio Computer schoss um nahezu 12 Prozent nach oben, Fujitsu legte über 6 Prozent zu.

Auf der Verliererseite stand Nomura Research Institute mit einem Einbruch von über 13 Prozent. Advantest büßte fast 5 Prozent ein, während Keyence und Hitachi Construction Machinery jeweils mehr als 3 Prozent verloren.

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