Nikkei 225: Tokio dreht ins Plus

Der japanische Leitindex beendet seine dreitägige Talfahrt mit einem Plus von 0,5 Prozent, gestützt von Auto- und Bankenwerten.

Auf einen Blick:
  • Nikkei steigt nach drei Verlusttagen
  • Auto- und Bankenaktien treiben Erholung
  • Technologiesektor zeigt gemischtes Bild
  • US-Arbeitsmarkt dämpft Kauflaune

Nach drei Verlusttagen in Folge — mit einem Rückgang von über 4.300 Punkten — gelingt dem Nikkei 225 am Dienstag eine erste Erholung. Der Index klettert um rund 0,5 Prozent auf knapp 64.350 Punkte und bricht damit eine Serie, die Anleger zuletzt erheblich unter Druck gesetzt hatte.

Den Tiefpunkt erreichte der Index am Montag: Ein Minus von fast 3,9 Prozent ließ den Nikkei auf rund 64.025 Punkte sacken. SoftBank, am Vortag mit einem Einbruch von mehr als 6 Prozent einer der größten Belastungsfaktoren, gibt auch heute nach — die Aktie verliert knapp 3 Prozent.

Autos und Banken stützen, Tech gespalten

Die Erholung trägt ein breites Fundament. Im Automobilsektor legen Honda und Toyota spürbar zu. Die Banken — Mitsubishi UFJ, Mizuho und Sumitomo Mitsui — ziehen ebenfalls an. Im Technologiebereich sticht Tokyo Electron mit einem Plus von mehr als 5 Prozent hervor, Screen Holdings und Advantest legen ebenfalls zu.

Gegenläufig entwickeln sich Sumco mit einem Rückgang von mehr als 5 Prozent sowie TDK, Omron und Socionext, die jeweils mehr als 3 Prozent verlieren. Sony gibt rund 2 Prozent nach. Das Bild ist also gemischt: Wer gestern besonders hart getroffen wurde, erholt sich nicht zwingend am stärksten.

US-Impulse und ein wachsames Auge auf den Dollar

Der Aufwind kommt auch von der Wall Street: Nasdaq und S&P 500 schlossen am Montag im Plus, der Dow gab leicht nach. Allerdings bremst ein robuster US-Arbeitsmarkt die Kauflaune — Händler rechnen verstärkt mit einer weiteren Zinserhöhung der Fed in 2026.

Hinzu kommt ein makroökonomischer Datenpunkt aus Japan: Die Geldmenge M2 stieg im Mai um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr — etwas stärker als erwartet. Der Dollar notiert im unteren 160-Yen-Bereich, was exportorientierten Werten grundsätzlich entgegenkommt, den Index jedoch nicht einheitlich bewegt.

Geopolitisch bleibt die Lage angespannt: Die anhaltenden Verzögerungen bei der Wiedereröffnung der Straße von Hormuz treiben den Ölpreis moderat nach oben — ein Faktor, den japanische Importeure genau im Blick behalten. Wie nachhaltig die heutige Gegenbewegung ist, wird sich zeigen, wenn die nächste Wall-Street-Sitzung Orientierung liefert.

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