Nikkei 225: Kioxia auf 44 Billionen Yen Marktkapitalisierung

Entspannung im Nahen Osten treibt den Nikkei an. Kioxia wird dank KI-Boom zum wertvollsten Unternehmen Japans.

Auf einen Blick:
  • Nikkei schließt mit 2,81 Prozent im Plus
  • Ölpreis fällt unter 90 Dollar
  • Kioxia überflügelt Toyota an der Börse
  • BOJ-Zinsentscheid rückt in den Fokus

Die geopolitische Lage im Nahen Osten entspannt sich. Das treibt den japanischen Leitindex massiv an. Der Nikkei 225 beendete den Freitagshandel mit einem satten Plus. Ein Speicherchip-Hersteller schreibt dabei Börsengeschichte.

Entlastung für die Wirtschaft

US-Präsident Donald Trump sagte geplante Militärschläge gegen den Iran ab. Daraufhin fiel der Ölpreis unter 90 US-Dollar pro Barrel. Für die energieabhängige japanische Wirtschaft ist das eine enorme Entlastung. Der Nikkei 225 reagierte prompt. Er schloss am Freitag 2,81 Prozent höher bei 66.020 Punkten.

Trotz der Tagesrallye verbucht der Index auf Wochensicht ein leichtes Minus. Die dreiwöchige Gewinnserie riss damit. Langfristig bleibt der Aufwärtstrend intakt. Auf Jahressicht steht ein massiver Zuwachs von fast 73 Prozent auf der Anzeigetafel. Während des jüngsten Rücksetzers hielt die 50-Tage-Linie bei rund 60.864 Punkten als verlässliche Unterstützung.

Kioxia stößt Toyota vom Thron

Den Takt gaben am Freitag die Technologie- und Halbleiterwerte vor. Advantest und Tokyo Electron verzeichneten deutliche Kursgewinne. Sie folgten den starken Vorgaben der US-Börsen. An der Spitze vollzog sich ein historischer Machtwechsel. Der Speicherhersteller Kioxia überholte Toyota beim Börsenwert. Mit einer Marktkapitalisierung von über 44 Billionen Yen ist Kioxia nun Japans wertvollstes Unternehmen. Kein Wunder. Der Boom bei KI-Rechenzentren treibt das Geschäft.

Investoren griffen auch bei Finanzaktien zu. Papiere der Mizuho Financial Group und Mitsubishi UFJ legten im Vorfeld der anstehenden Notenbanksitzung zu. Auf der Verliererseite standen hingegen Konsum- und Elektronikkonzerne. Fujitsu und Asahi Group Holdings gaben jeweils rund drei Prozent nach.

Zinsentscheid wirft Schatten voraus

In der neuen Handelswoche rückt die Bank of Japan in den Fokus. Die Märkte preisen zunehmend eine Zinserhöhung auf 1,0 Prozent ein. Das wäre der höchste Stand seit 31 Jahren. Diese straffere Geldpolitik trifft auf ein ohnehin volatiles Marktumfeld. Der anstehende Börsengang von SpaceX dürfte die Nervosität in Tokio zusätzlich hochhalten.

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