Bei Nike spitzt sich der Sparkurs weiter zu. Der Konzern plant eine Belastung von rund 300 Mio. Dollar. Der Großteil entfällt auf Abfindungen für Mitarbeiter, die ihren Job verlieren. Damit zeigt sich deutlich: Der Turnaround läuft – und er hat seinen Preis.
Nike hatte bereits im Januar rund 775 Stellen gestrichen. Die Kürzungen trafen vor allem Beschäftigte in Logistikzentren in den US-Bundesstaaten Tennessee und Mississippi.
Insgesamt entspricht das etwa einem Prozent der weltweiten Belegschaft. Doch das könnte erst der Anfang sein. Nike prüft weitere Maßnahmen, um Kosten zu drücken und die Organisation neu aufzustellen.
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Nike: Strategiewechsel
Hinter dem harten Schnitt steckt ein größerer Strategiewechsel. Der Konzern will wieder stärker als Performance-Sportmarke auftreten. In den vergangenen Jahren setzte Nike stark auf Lifestyle-Sneaker und Freizeitmode. Doch dieses Geschäft verlor an Dynamik. Die Folge: schwächere Umsätze und sinkende Margen.
Auch geopolitische Faktoren drücken auf die Profitabilität. Höhere Importzölle verteuern Produkte. Dadurch schrumpfte die Marge zuletzt um mehrere Prozentpunkte.
Nike: China bleibt Sorgenkind
Ein weiteres Sorgenkind bleibt China. In der wichtigen Region brach der Umsatz im zweiten Geschäftsquartal um 17 Prozent ein. Vor allem schwache Schuhverkäufe belasteten das Ergebnis. Das Wachstum in Nordamerika konnte diesen Rückgang nicht vollständig ausgleichen, obwohl dort die Erlöse um neun Prozent zulegten.
Für Anleger heißt das
Für Anleger sendet das gemischte Signale. Einerseits versucht Nike entschlossen, seine Kostenstruktur zu verbessern und den Konzern neu auszurichten. Andererseits zeigen die Zahlen, wie groß die Herausforderungen im globalen Geschäft geworden sind.
Kurz gesagt: Nike befindet sich mitten im Umbau. Der Sportartikelgigant kämpft gleichzeitig mit schwächelnder Nachfrage, steigenden Kosten und einem schwierigen China-Markt. Investoren sollten deshalb genau beobachten, ob die Sparmaßnahmen tatsächlich zu einer nachhaltigen Trendwende führen.
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