Wieder einmal zeigt sich, dass das Weltgeschehen Satire längst hinter sich gelassen hat. Belegt wird das bei einem Blick auf Nike, wo zuletzt ein unverhoffter und einigermaßen zweifelhafter Hype auch die Aktie wieder in Richtung Norden befördern konnte. Ausschlaggebend dafür war ein schlichter Jogginganzug.
Zu sehen in einem solchen der US-Marke war der venezolanische Machthaber Nicolás Maduro. Viele Menschen interessierten sich offenbar schwer für die Garderobe des verbrecherischen Diktators und so gingen Suchanfragen wie „Maduro Nike“ in die Höhe. Einigen Berichten zufolge war wohl ein Jogginganzug aus der Reihe „Tech Fleece“ hier und dort schon ausverkauft.
Nike hält sich bedeckt
In die Köpfe der Menschen lässt sich kaum hineinblicken und so lässt sich nur darüber spekulieren, was den Hype konkret ausgelöst haben mag. Für Nike ist die Angelegenheit ein zweischneidiges Schwert. Die Aufmerksamkeit und steigende Absatzzahlen nimmt man mit Sicherheit gerne mit. Politische Statements wird der Konzern aber nur ungern abgeben wollen.
Das Unternehmen kommentierte die Entwicklung bisher nicht weiter, was vielleicht das Beste sein dürfte. Die Anleger freuen sich derweil über die neue Aufmerksamkeit einer Marke, die zuvor rund um den Globus merklich an Bedeutung verloren hatte. Der Aktienkurs legte allein am Donnerstag um 3,2 Prozent auf 65,26 US-Dollar zu.
Nike Aktie Chart
Hypes sind kurzlebig
Von Maduro, seiner völkerrechtwidrigen Entführung und anderen Themen mag jeder halten, was er oder sie möchte. In Bezug auf die Nike-Aktie sei aber unabhängig davon davor gewarnt, sich zu viel zu versprechen. Gerade im Internet-Zeitalter sind solche Hypes eher von kurzer Dauer. Es wird nicht lange dauern, bis das nächste Meme die Runde macht. Um der Nike-Aktie dauerhaft zu Auftrieb verhelfen zu können, sind nachhaltigere Entwicklungen gefragt.
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