Nike-Aktie: Tiefster Stand seit 2014 und kein Ende in Sicht!

Der Sportartikelhersteller Nike verzeichnet den niedrigsten Aktienkurs seit über einem Jahrzehnt. Analysten stufen die Aktie herab und kritisieren die Führungsstrategie von CEO Elliott Hill.

Auf einen Blick:
  • Nike-Aktie auf tiefstem Stand seit Oktober 2014
  • Piper Sandler stuft Nike auf Neutral herab, Kursziel auf 50 Dollar gesenkt
  • Bereits dritter Abgang als Innovationschef in weniger als drei Jahren
  • Weniger als die Hälfte der Analysten empfiehlt Nike noch zum Kauf

Zwölf Jahre. So weit muss man zurückgehen, um einen Kurs wie diesen zuletzt gesehen zu haben. Die Nike-Aktie schloss am Freitag auf dem niedrigsten Stand seit Oktober 2014, nach einem Minus von 3,1 Prozent an einem einzigen Tag. Und das war kein Zufallsrauschen, sondern das Ergebnis einer ganzen Reihe schlechter Nachrichten, die sich innerhalb weniger Stunden stapelten.

Schon wieder ein Innovationschef weg

Zunächst die Personalie, die eigentlich keine Überraschung mehr sein sollte, aber trotzdem schmerzt: Tony Bignell, erst im vergangenen Juni von CEO Elliott Hill zum Chief Innovation Officer ernannt, verlässt Nike. Offiziell, um „kreative und philanthropische Leidenschaften zu verfolgen“. Sein Nachfolger wird Andy Caine, bisher Vice President und Creative Director für Sportswear. Caine ist damit die vierte Person, die in weniger als drei Jahren diesen Posten übernimmt.

Das ist kein Zufall mehr. Das ist ein Muster.

Piper Sandler verliert die Geduld

Piper Sandler hat die Nike-Aktie am Freitag von Overweight auf Neutral herabgestuft und das Kursziel von 60 auf 50 Dollar gesenkt. Die Begründung trifft ins Mark: Die Analysten bemängeln, dass Hill seit seinem Amtsantritt im Oktober 2024 fast ausschließlich auf Nike-Veteranen mit rund 20 Jahren Betriebszugehörigkeit setzt. „Wir fragen uns, ob die korrekte Umsetzung des Turnarounds nicht mehr Außenperspektive erfordert“, so die Analysten.

Demnach sind nun weniger als die Hälfte aller Analysten, die Nike abdecken, noch bullish auf die Aktie. Der Durchschnitt der Kursziele liegt laut FactSet bei 61,63 Dollar, also noch deutlich über dem aktuellen Kurs. Aber die Richtung ist klar.

Nike Aktie Chart

Die Probleme sind real und vielfältig

Nike kämpft an mehreren Fronten gleichzeitig. Konsumenten, die inflationsmüde sind. Zölle. Schwäche im Sportswear-Segment und in China. Lagerbestände voller Retro-Sneaker, die niemand mehr haben will. Piper Sandler fügt hinzu, dass das Sportswear-Segment schlicht „zu gesättigt“ sei, und Umfragedaten zeigen, dass selbst gut betuchte Teenager, die als Trendsetter gelten, seit 2019 weniger Sneaker kaufen.

Lichtblicke gibt es zwar, Nordamerika erholt sich leicht, und Laufschuhe laufen besser. Ob das reicht, um einen Konzern dieser Größe zu drehen, ist eine andere Frage.

Die Nike-Aktie hat seit Jahresbeginn 33 Prozent verloren. Der S&P 500 im gleichen Zeitraum: minus 0,4 Prozent. Vier Innovationschefs in drei Jahren. Das ist kein Turnaround. Das ist Kreisverkehr.

Nike-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nike-Analyse vom 28. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Nike-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nike-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nike: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)