Nike Aktie: Quartalsbericht am 30. Juni

Nike präsentiert am 30. Juni die Quartalszahlen. Analysten erwarten schwache Ergebnisse und senken die Bewertungen. Der Aktienkurs steht unter Druck.

Auf einen Blick:
  • Quartalsbericht am 30. Juni erwartet
  • Mehrere Analysten senken Bewertungen
  • Umsatzschätzung bei rund 10,85 Milliarden
  • Aktienkurs nahe 52-Wochen-Tief

Der Termin ist dick im Kalender markiert. Am 30. Juni legt Nike die Zahlen für das vierte Quartal vor. Für viele Analysten ist das der Moment der Wahrheit.

Die Erwartungen? Gedämpft. Der Kurs? Am Boden. Seit Jahresanfang verlor die Aktie rund ein Drittel ihres Werts.

Analysten drehen an der Schraube

Mehrere Häuser haben zuletzt ihre Bewertung gesenkt. KeyBanc stufte von „Overweight“ auf „Sector Weight“ herab. Die Begründung: Der Turnaround dauert länger als gedacht. Hinzu kommen Unsicherheiten in China und die personellen Wechsel im Management.

Ähnlich klingt es bei Evercore ISI. Die Analysten senkten das Rating auf „in line“ und halbierten das Kursziel auf 46 Dollar. Oppenheimer strich das Kursziel sogar von 120 auf 60 Dollar zusammen – bei einem unveränderten „Outperform“-Rating.

Die Botschaft ist klar: Alle rechnen mit einem schwachen Quartal.

Zwei Baustellen für den neuen CFO

Nike arbeitet seit Monaten an der Wende. Der Fokus liegt auf der Direktvertriebs-Strategie, nachdem Nike frühere Großhandelspartnerschaften zurückgefahren hatte. Das hat kurzfristig Umsatz gekostet.

Die Schätzungen für das vierte Quartal liegen bei rund 10,85 Milliarden Dollar Umsatz und nur 0,12 Dollar Gewinn je Aktie. Kein Wunder, dass die Margen unter Druck stehen: Rabattaktionen und höhere Kosten fressen am Ergebnis.

Ab August übernimmt David M. Denton, zuvor bei Pfizer, den Posten des Finanzchefs. Bis dahin muss das bestehende Team liefern.

Der Aktienkurs notiert bei 35,87 Euro – nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 35,02 Euro. Auch die technischen Indikatoren sind angeschlagen. Der RSI liegt bei 36 Punkten, der Kurs rund 28 Prozent unter der 200-Tage-Linie.

Hält die Unterstützung, könnte der Bericht am Dienstag die Trendwende einleiten. Fehlen positive Signale, droht ein neuer Test der Tiefstkurse. Entscheidend sind die Aussagen zur Margenerholung und zur Nachfrage in Nordamerika.

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