Nike-Aktie: Neuer Schwung im Management?

Nike tauscht die Chefs für die Regionen EMEA und Großchina aus, um die schwierige Marktlage zu bewältigen und eine Sportoffensive voranzutreiben.

Auf einen Blick:
  • Neue Manager für Europa und China ernannt
  • Ziel ist die Beschleunigung der Sportoffensive
  • Umsatzrückgang in China soll gestoppt werden
  • Aktie trotz Herausforderungen historisch günstig

Für Nike läuft es noch immer nicht wirklich traumhaft und in mehreren Regionen steht das Unternehmen vor großen Herausforderungen. Um diese bewältigen zu können, setzt CEO Elliott Hill auf Veränderungen in Schlüsselpositionen. Wie „Fashion Network“ berichtet, wurden gleich zwei bedeutende Personaländerungen bekanntgegeben.

Ab Februar übernimmt César Garcia die Rolle als Vizepräsident und General Manager der Region EMEA, welche neben Europa den Mittleren Osten und Afrika umfasst. Garcia ist seit einem Vierteljahrhundert bei Nike tätig und übernimmt den Posten von Carl Grebert, der sich in seinen wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Nike: Offensive in China?

In der Region Großchina kommt derweil Cathy Sparks zum Zug. Deren bisheriger Posten als Leiterin für Asien-Pazifik und Lateinamerika wird vorübergehend von Cristin Campbell übernommen. Sparks soll sich in Zukunft darum kümmern, nach sinkenden Umsätzen in China die Wende in die Wege zu leiten.

Welche Maßnahmen dazu ergriffen werden mögen und ob jene von Erfolg gekrönt sein werden, steht freilich noch in den Sternen. Nike-CEO Hill ließ aber wissen, dass mit dem neuen Personal die „Sportoffensive“ beschleunigt werden solle. Die entsprechenden Märkte sollen näher an Athletinnen und Athleten sowie die weitere Kundschaft gebracht werden. Das klingt erstmal nicht verkehrt.

Das Warten geht weiter

Nike Aktie Chart

An der Börse wird Nike mindestens mittel- und langfristig ein Comeback weiterhin zugetraut. Der US-Sportartikelriese hat schließlich schon so manche Krise verdauen können. Allerdings bleibt es bisher nur bei eher vagen Hoffnungen, während eine Wende auf fundamentaler Seite noch auf sich warten lässt. Das einzige Argument für Zukäufe sind damit Kurse, die im historischen Vergleich ausgesprochen niedrig ausfallen. Das ist aber noch lange keine Garantie dafür, dass es nicht noch weiter in die Tiefe gehen könnte, ehe die Lage sich bessert.

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