Nike Aktie: Morgan Stanley stuft herab

Symbolbild, KI-generiert

Nike verliert 39 Prozent seit Jahresbeginn, wird aus dem S&P 100 genommen und richtet sich unter CEO Elliott Hill neu aus.

Auf einen Blick:
  • Morgan Stanley setzt Kursziel auf 31 US-Dollar
  • Nike-Aktie erreicht neues 52-Wochen-Tief
  • Rund 8.000 Beschäftigte wechseln Teams
  • Nike verlässt am 21. September S&P 100

Der US-Sportartikelriese Nike durchläuft eine Phase erheblicher Unsicherheit, die sowohl von operativen Umbrüchen als auch von einer Verschlechterung der Stimmung am Kapitalmarkt geprägt ist. Neben einer skeptischen Neueinschätzung durch Analysten belasten strukturelle Veränderungen im Index-Gefüge den Börsenwert des Konzerns.

Morgan Stanley stuft Sportartikelriesen herab

Am Donnerstag meldeten sich die Analysten von Morgan Stanley mit einer neuen Bewertung zu Wort. Das Haus stufte die Aktie auf „Underweight“ herab und setzte ein Kursziel von 31 US-Dollar fest.

Als Hauptgründe für die vorsichtige Haltung nannten die Experten anhaltenden makroökonomischen Gegenwind und einen intensiveren Wettbewerbsdruck. Die Herabstufung fiel zeitlich mit einem markanten Kursrückgang zusammen, bei dem die Papiere auf den niedrigsten Stand seit zwölf Jahren rutschten.

Die Marktdaten verdeutlichen die Schwere der Korrektur: Seit Jahresanfang verzeichnete der Titel ein Minus von 39 %. Am Donnerstag markierte der Kurs bei 31,50 € ein neues 52-Wochen-Tief. Mit einem aktuellen Stand knapp über dieser Marke beträgt der Abstand zum 52-Wochen-Tief lediglich 0,9 %, was die technische Anfälligkeit des Wertes unterstreicht.

Strategiewechsel unter CEO Elliott Hill

Auf der Hauptversammlung am Dienstag erläuterte CEO Elliott Hill den Aktionären die laufende Neuausrichtung des Unternehmens. Der Konzern strukturiert sich derzeit nach dem Modell „Sport Offense“ um. In diesem Zuge werden rund 8.000 Mitarbeiter in spezialisierte, sportbezogene Teams versetzt. Ziel dieser Maßnahme ist es, Erkenntnisse von Athleten direkter in die Produktentwicklung, das Marketing und den operativen Betrieb einfließen zu lassen.

Laut Medienberichten gibt es trotz der allgemeinen Herausforderungen positive Signale aus einzelnen Sparten. Der Bereich Nike Running konnte in fünf aufeinanderfolgenden Quartalen ein zweistelliges Wachstum erzielen und sicherte sich zusätzliche Marktanteile in Nordamerika und Westeuropa. Im gesamten Geschäftsjahr 2026 verzeichnete das Performance-Geschäft ein Wachstum im mittleren einstelligen Bereich.

Index-Ausschluss und Aktionärsentscheidungen

Zusätzlich zur operativen Belastung steht ein Wechsel in der Index-Zugehörigkeit bevor. S&P Dow Jones Indices gab bekannt, dass Nike zum 21. September aus dem S&P 100 Index entfernt wird. Diese Entscheidung ist Teil einer regulären Neugewichtung des Index-Anbieters. Ein solcher Ausschluss kann dazu führen, dass passiv verwaltete Fonds, die den Index nachbilden, ihre Bestände anpassen müssen.

Im Rahmen der Aktionärsversammlung am Dienstag kam es zudem zu Abstimmungen über strategische Schwerpunkte. Ein von norwegischen Investoren unterstützter Antrag, der mehr Transparenz bei den Klimazielen forderte, wurde von der Mehrheit der Anteilseigner abgelehnt. Stattdessen folgten die Aktionäre der Empfehlung der Konzernleitung und stimmten für den Vorschlag zur Vergütung der Führungskräfte.

Parallel zum Konzernumbeu setzt Nike weiterhin auf Produktneuheiten, um die Kundenbindung zu stärken. Am Mittwoch wurde der Tatum 5 vorgestellt, der neue Signaturschuh des Basketballers Jayson Tatum unter der Marke Jordan.

Gleichzeitig präsentierte die Abteilung NikeLab Running neue Kollektionen, die Leistung und Stil für Läufer kombinieren sollen. Ob diese Innovationen ausreichen, um den negativen Trend an der Börse nachhaltig zu brechen, bleibt angesichts der Analystenvorgaben abzuwarten.

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