Nike-Aktie: Und dann kam die Analystenkonferenz!

Nike erwartet Umsatzrückgang im vierten Quartal und einen deutlichen Einbruch in China. Die Aktie verlor nachbörslich über neun Prozent.

Auf einen Blick:
  • Nike erwartet für Q4 einen Umsatzrückgang von 2 bis 4 Prozent statt des erwarteten Wachstums von 1,9 Prozent
  • Das China-Geschäft soll um dramatische 20 Prozent einbrechen
  • Die Aktie verlor nachbörslich 9,1 Prozent, nachdem sie regulär noch 3,1 Prozent zugelegt hatte
  • CEO Elliott Hill räumt ein, dass das Comeback länger dauert als erhofft

Was für ein Absturz. Nike verlor im nachbörslichen Handel am Dienstag 9,1 %. Dabei hatte die Aktie während der regulären Handelszeit noch 3,1 % zugelegt. Dann kam der Earnings Call, und mit ihm die Ernüchterung.

Was ist das Problem? Für das vierte Quartal rechnet Nike mit einem Umsatzrückgang zwischen 2 und 4 Prozent. Die Analysten hatten mit einem Plus von 1,9 % gerechnet. Besonders bitter ist der Einbruch im China-Geschäft, wo Nike einen Rückgang von 20 % erwartet.

CFO Matt Friend warnte vor zunehmender Volatilität. Disruption im Nahen Osten, steigende Ölpreise und andere Faktoren könnten sowohl die Inputkosten als auch das Konsumentenverhalten belasten. Das Umfeld sei dynamischer geworden, so Friend.

Nike Aktie Chart

Das Comeback verzögert sich weiter

CEO Elliott Hill gab zu, dass die Wende länger dauert als ihm lieb ist. Im letzten Quartal hatte er noch von den mittleren Innings des Comebacks gesprochen. Jetzt klingt das deutlich verhaltener. Hill betonte zwar, dass die aktuelle Strategie langfristig aufgehen werde. Nur wann genau dieses langfristig erreicht ist, das bleibt offen.

Die Investoren zeigten sich von den Aussichten wenig begeistert. Der nachbörsliche Kurssturz von über 9 % macht deutlich, wie enttäuscht der Markt reagiert. Nike muss jetzt liefern, doch die Rahmenbedingungen werden nicht einfacher. Anleger sollten sich auf weitere volatile Handelstage einstellen, bis Nike konkrete Erfolge seiner Turnaround-Strategie vorweisen kann.

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