Der Sportartikelriese holt zum Gegenschlag aus. CEO Elliott Hill baut die Führungsetage radikal um, um das schwächelnde internationale Geschäft wiederzubeleben. Unterstützt von massiven Insiderkäufen stellt sich die Frage: Gelingt damit die lang ersehnte Trendwende nach der Talfahrt?
Radikaler Umbau der Führung
Elliott Hill kündigte am Dienstag eine umfassende Neustrukturierung des Führungsteams in den Schlüsselregionen EMEA, China sowie Asien-Pazifik/Lateinamerika an. Dieser Schritt gilt als bisher entschlossenste Maßnahme seit seinem Amtsantritt im Oktober 2024. Die Neubesetzungen zielen direkt auf die Stabilisierung jener Segmente ab, die im letzten Quartal die Erwartungen verfehlten und das Gesamtergebnis belasteten.
Sorgenkind China
Besonders der chinesische Markt bereitet dem Konzern Kopfzerbrechen. Ein massiver Umsatzrückgang von 17 Prozent im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 zwingt das Management zu einem strategischen Neustart in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.
Zwar übertrafen die am 18. Dezember gemeldeten Quartalszahlen mit einem Gewinn je Aktie von 0,53 US-Dollar die Erwartungen, doch die enttäuschenden China-Daten schickten den Kurs damals auf Talfahrt. Hill will nun die Positionierung der Marke in dieser kritischen Region grundlegend überarbeiten.
Prominente Rückendeckung
Das Vertrauen in den Sanierungskurs scheint intern groß zu sein. Eine Welle von Insiderkäufen stützt derzeit die Stimmung:
* Tim Cook: Der Apple-CEO und Nike-Aufsichtsrat investierte Ende Dezember fast 3 Millionen US-Dollar und erhöhte seine Position um 90 Prozent.
* Elliott Hill: Der Nike-CEO legte mit über einer Million US-Dollar aus eigener Tasche nach.
* Gesamtvolumen: Im letzten Quartal kauften Insider Aktien im Wert von rund 5,45 Millionen US-Dollar.
Bewertung und Ausblick
Fundamental wirkt die Aktie mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 2 im Vergleich zum zehnjährigen Durchschnitt von 3,5 historisch günstig. Analysten sehen mit einem durchschnittlichen Kursziel von 75,13 US-Dollar noch rund 15 Prozent Aufwärtspotenzial vom aktuellen Niveau.
Trotz der positiven Signale bleibt der Weg steinig. Die Rückkehr zu alter Rentabilität – die Eigenkapitalrendite fiel von über 43 Prozent im Jahr 2022 auf zuletzt 23,3 Prozent – und die Reparatur der Händlerbeziehungen werden Zeit benötigen. Da Analysten für das Geschäftsjahr 2026 noch mit einem Gewinnrückgang rechnen, müssen Anleger für die Früchte dieser Restrukturierung Geduld mitbringen.
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