Nike-Aktie: Bundesbehörde ermittelt

Die US-Gleichstellungsbehörde EEOC wirft Nike vor, weiße Mitarbeiter benachteiligt zu haben. Parallel schreitet die interne Umstrukturierung mit weiteren Stellenstreichungen voran.

Auf einen Blick:
  • US-Behörde klagt wegen angeblicher Diskriminierung
  • Weitere 775 Jobs in Logistikzentren gestrichen
  • Aktienkurs trotz Klage zuletzt gestiegen
  • Nächste Quartalszahlen für Mitte März erwartet

Nike gerät wegen seiner Diversitätspolitik unter behördlichen Druck. Die US-Gleichstellungsbehörde EEOC verklagt den Sportartikelhersteller – und wirft dem Konzern vor, weiße Mitarbeiter benachteiligt zu haben. Parallel läuft das Umbauprogramm weiter: Hunderte Jobs fallen weg, die nächsten Quartalszahlen stehen bevor.

Gerichtsverfahren wegen Diversitätsprogrammen

Am 5. Februar 2026 reichte die EEOC Klage vor einem Bundesgericht in Missouri ein. Ziel: Nike soll Informationen zu angeblicher Diskriminierung weißer Angestellter offenlegen. Die Behörde fordert unter anderem Details zu Entlassungskriterien, zur Verwendung ethnischer Daten und zu Programmen, die Mentoring- oder Führungschancen nach Hautfarbe beschränkt haben sollen.

Nike ist damit eines der prominentesten Unternehmen, gegen das die EEOC öffentlich eine Anti-Diversitäts-Untersuchung führt. 2022 hatte der Konzern ein Programm aufgelegt, das Führungspositionen diverser besetzen sollte: 30% Frauenanteil in Führungsrollen, 30% ethnische Minderheiten auf Director-Ebene und darüber, 35% Minderheitenanteil in der US-Belegschaft. Teile der Managervergütung wurden an diese Ziele gekoppelt.

Stellenabbau in den Vertriebszentren

Die Ermittlungen treffen Nike inmitten einer umfassenden Umstrukturierung. Am 26. Januar 2026 kündigte das Unternehmen an, 775 Stellen in US-Distributionszentren zu streichen – vor allem in Tennessee und Mississippi, wo die größten Lagerhäuser stehen. Der Grund: verstärkte Automatisierung.

Bereits im Sommer 2025 hatte Nike rund 1.000 Arbeitsplätze in der Verwaltung abgebaut. Die Maßnahmen sind Teil einer Sanierungsstrategie, mit der der Konzern seine Kostenstruktur verbessern will.

Wichtige Eckdaten:

  • 5. Februar 2026: EEOC-Klage in Missouri eingereicht
  • 26. Januar 2026: 775 Logistikjobs gestrichen
  • Nächste Quartalszahlen: 18./19. März 2026 (Q3 FY2026)
  • Marktkapitalisierung: rund 90 Milliarden US-Dollar
  • Dividendenrendite: ca. 2,6–2,7%

Neue Regionalchefs ernannt

Am 20. Januar 2026 gab Nike personelle Veränderungen in der Regionalführung bekannt. Betroffen waren unter anderem die Zuständigkeiten für Europa, Nahost und Afrika. Die Umbesetzungen sind Teil der laufenden Neuaufstellung.

Aktie steigt trotz Ermittlungen

Trotz der EEOC-Klage legte die Nike-Aktie am 5. Februar zu und profitierte von der allgemein positiven Marktstimmung. Allerdings notiert das Papier weiterhin deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch.

Die letzten Quartalszahlen (Q2 FY2026) vom 18. Dezember 2025 fielen besser aus als erwartet: Der Gewinn je Aktie lag bei 0,53 US-Dollar und übertraf die Analystenschätzung von 0,37 US-Dollar.

Ausblick: Quartalszahlen Mitte März

Am 18. oder 19. März 2026 legt Nike die Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal vor. Anleger dürften vor allem darauf achten, ob die Umbaustrategie erste Früchte trägt – und wie sich die Kosten durch Automatisierung und Stellenabbau entwickeln. Ob die EEOC-Untersuchung zu diesem Zeitpunkt bereits finanzielle oder rechtliche Konsequenzen hat, bleibt abzuwarten.

Nike-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nike-Analyse vom 06. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Nike-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nike-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 06. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nike: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)