Nidec Aktie: Milliardenlast bestätigt

Symbolbild, KI-generiert

Bilanzmanipulationen führten zu hohen Sonderverlusten; Nidec Components soll an Carlyle gehen, während der Konzernchef zurücktrat.

Auf einen Blick:
  • 330,9 Milliarden Yen Sonderverluste verbucht
  • Untersuchung bestätigt Bilanzmanipulationen an Standorten
  • Verkauf von Nidec Components an Carlyle geplant
  • Konzernchef Mitsuya Kishida trat zurück

Der Bilanzskandal bei Nidec hat jetzt eine konkrete Größenordnung. Der Motorenhersteller hat außerordentliche Verluste von 330,9 Milliarden Yen für das Geschäftsjahr bis Ende März 2026 verbucht. Die Aktie reagierte dennoch mit Kursgewinnen.

Was hinter den Sonderlasten steckt

Die Untersuchungsberichte haben zahlreiche Fälle von Bilanzmanipulation an mehreren Standorten des Konzerns bestätigt. Dazu zählen aufgeschobene Abschreibungen auf Lagerbestände, vermiedene Wertminderungen auf Anlagevermögen und als Aktiva verbuchte Ausgaben, die eigentlich als Aufwand hätten erfasst werden müssen. Dem stehen außerordentliche Erträge von 54,3 Milliarden Yen gegenüber.

Die Sonderuntersuchung und die damit verbundenen Kosten sind im Jahresbericht sowie in der Ergebniszusammenfassung für das Geschäftsjahr 2025/26 berücksichtigt. Die Zahlen beziehen sich auf den Einzelabschluss des Unternehmens.

Zuvor hatte ein Bericht über eine mögliche Wertberichtigung von einer Billion Yen die Aktie zwei Tage lang stark belastet. Dieser Betrag hätte laut dem Bericht die Gewinne eines ganzen Jahrzehnts ausgelöscht.

Verkauf und Führungswechsel

Parallel dazu ordnet Nidec sein Geschäft neu. Die Elektronikteile-Tochter Nidec Components soll an den US-Finanzinvestor Carlyle gehen, der Kaufpreis liegt bei mehr als 100 Milliarden Yen. Es wäre die erste Veräußerung einer größeren Tochter. Ziel ist die Konzentration auf das Kerngeschäft mit Motoren.

Zudem trat Konzernchef Mitsuya Kishida mit sofortiger Wirkung zurück. Die lange verzögerten Zahlen für das dritte Quartal und das Geschäftsjahr sollten am Mittwoch folgen.

Anleger greifen zu

An der Tokioter Börse legte die Aktie zeitweise gut sechs Prozent auf rund 2.390 Yen zu. Marktbeobachter werten Verkauf und Klarheit über die Lasten offenbar als Schritt aus der Unsicherheit. Im Frankfurter Handel stand das Papier am Abend bei 13,08 Euro, ein Plus von 4,8 Prozent.

Die Risiken bleiben allerdings erheblich: Nidec steht nach den Bilanzverstößen weiterhin unter Druck, sein Börsenlisting in Tokio zu verlieren. Der Verkauf von Nidec Components an Carlyle und die nun vorgelegten Jahreszahlen sind die konkreten Schritte, an denen sich die Sanierung messen lassen muss.

Nidec-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nidec-Analyse vom 30. September liefert die Antwort:

Die neusten Nidec-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nidec-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nidec: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)