Es reicht eben nicht, die Vergangenheit zu liefern, wenn die Zukunft enttäuscht. NICE, Anbieter von Cloud-Software für Kundenkommunikation, musste das am Mittwoch auf die harte Tour lernen: Die Aktie rauschte um mehr als 21 Prozent nach unten, obwohl das erste Quartal eigentlich gut gelaufen war. Eigentlich.
Q1 war ordentlich, Q2 ist das Problem
Der Reihe nach. Für das erste Quartal meldete NICE einen Umsatzanstieg von 9,8 Prozent auf 768,6 Millionen Dollar und übertraf damit die Konsensschätzung um gut 7,6 Millionen Dollar. Der Cloud-Umsatz legte um 14,6 Prozent auf 603,4 Millionen Dollar zu. CEO Scott Russell sprach von einem „soliden Start ins Jahr 2026“ und betonte die starke Dynamik der KI-nativen CX-Plattform. AI ARR wuchs um 66 Prozent im Jahresvergleich, KI ist inzwischen in 100 Prozent der CXone-Enterprise-Deals enthalten. Internationale Märkte legten beim Umsatz um 30 Prozent zu.
Klingt gut. War es auch. Nur eben für das abgelaufene Quartal.
NICE Ltd. Aktie Chart
Und dann kam der Ausblick
Für das zweite Quartal erwartet NICE einen Umsatz zwischen 761 und 771 Millionen Dollar. Der Markt hatte 777,4 Millionen Dollar auf dem Zettel. Diese Lücke von rund sechs bis sechzehn Millionen Dollar reichte aus, um fast ein Fünftel des Börsenwerts zu vernichten. So funktionieren Märkte, wenn die Erwartungshaltung hoch ist und der Ausblick sie nicht bedient.
Beim bereinigten Gewinn je Aktie für Q2 sieht es etwas besser aus: NICE peilt 2,60 bis 2,70 Dollar an, der Konsens lag bei 2,63 Dollar. Das ist kein Drama, aber auch kein Trost.
Jahresziele stehen, Wachstum bleibt moderat
Den Gesamtjahresausblick hat NICE bekräftigt: Non-GAAP-Umsatz von 3,17 bis 3,19 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von rund 8 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Beim bereinigten Gewinn je Aktie erwartet das Unternehmen nun 10,98 bis 11,18 Dollar. Cloud-Umsatz soll im Gesamtjahr um 13 bis 15 Prozent wachsen.
8 Prozent Umsatzwachstum, 21 Prozent Kursverlust an einem Tag. Der Markt hat seine Meinung dazu bereits abgegeben.
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