Wer dachte, NextEra Energy hätte mit der angekündigten 67-Milliarden-Dollar-Übernahme von Dominion Energy erst einmal genug zu verdauen, wurde schnell eines Besseren belehrt. Nur wenige Tage nach diesem Paukenschlag meldet Reuters den nächsten Zukauf: NextEra will das US-Öl-und-Gas-Investmenthaus Caliber Resource Partners für 1,3 Milliarden Dollar übernehmen.
Was steckt hinter Caliber?
Caliber Resource Partners hält passive Beteiligungen an öl- und gasförderenden Anlagen in mehreren onshore Schieferbecken der USA. Eine NextEra-Tochter soll diese Assets übernehmen. Gleichzeitig vereinbarten NextEra und Quantum Capital Group, der Private-Equity-Backer hinter Caliber, ein 50-50-Joint-Venture namens NEQ Operating zu gründen. In dieses neue Gemeinschaftsunternehmen sollen die Caliber-Assets sowie weitere Erdgas-Produktionsanlagen fließen, die NextEra bereits über seinen Trinity-Operating-Arm hält.
NextEra Energy Aktie Chart
Erdgas als Schlüssel zur Datencenter-Strategie
Der Hintergrund ist klar: NextEra sichert sich damit direkten Zugang zu US-Erdgasvorräten, und das ist kein Zufall. Das Unternehmen positioniert sich als einer der weltgrößten Stromversorger und Lieferanten für Datencenter, und Datencenter brauchen verlässliche Grundlastversorgung. Erneuerbare Energien allein reichen dafür nicht, Gas muss her.
Zwei Milliardentransaktionen in einer Woche
Zusammen mit der Dominion-Übernahme zeigt NextEra, wohin die Reise geht: massives Wachstum in der Infrastruktur, sowohl bei der Erzeugung als auch bei der Brennstoffversorgung. Die Aktie notiert aktuell rund neun Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 98,75 USD. Wer auf Prognosen schaut, sollte sich weniger die Kursziele ansehen als die Frage, ob NextEra das alles auch verdauen kann.
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