Newron kämpft an zwei Fronten gleichzeitig. Die Aktie hat einen brutalen Absturz seit Januar hinter sich, doch ein Treffen mit der US-Arzneimittelbehörde FDA sorgt jetzt für vorsichtigen Optimismus. Im Zentrum steht evenamide, der wichtigste Wirkstoffkandidat des Unternehmens gegen therapieresistente Schizophrenie.
Die Aktie schloss die Woche bei 12,85 Euro, ein Plus von 2,39 Prozent auf Wochensicht. Der Blick auf das Jahr relativiert die kleine Erholung allerdings deutlich: Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 51,23 Prozent zu Buche. Vom Rekordhoch bei 34,15 Euro aus dem Januar trennen das Papier inzwischen 62,37 Prozent.
Klinische Studie unter US-Beobachtung
Auslöser des Kursverfalls war eine Entscheidung der FDA. Die Behörde stoppte im April die Aufnahme neuer Patienten an US-Standorten der Phase-III-Studie ENIGMA-TRS 2. Grund war der Tod eines Patienten.
Jetzt kommt Bewegung in die Sache. Newron führte ein sogenanntes Type-A-Meeting mit der FDA durch, ein persönliches Treffen zur Klärung des Enrollment-Stopps. Das Unternehmen bezeichnet das Gespräch als konstruktiv. Beide Seiten diskutierten mögliche Schritte zur Lösung der Probleme, die zu dem Stopp geführt hatten.
Newron will nun, wie mit der Behörde vereinbart, Änderungsvorschläge einreichen. Das Unternehmen dankte der FDA für die Gelegenheit, eine schnelle Lösung anzustreben. Außerhalb der USA läuft das Studienprogramm unterdessen ungestört weiter: Die zweite zulassungsrelevante Studie, ENIGMA-TRS 1, rekrutiert weiter Patienten in Europa, Kanada, Lateinamerika und Asien.
Kapitaldecke bis 2027 gesichert
Die entscheidenden Daten lässt sich Newron erst spät liefern. Der primäre Wirksamkeitsendpunkt misst die Veränderung der PANSS-Werte, einer Skala für Schizophrenie-Symptome, nach zwölf Wochen. Ergebnisse erwartet das Unternehmen erst im vierten Quartal 2026.
Bis dahin muss die Finanzierung stehen. Das Analysehaus Edison Group verweist auf ein Bruttokassenpolster von 28,9 Millionen Euro zum Ende des Geschäftsjahres 2025. Eine Kapitalerhöhung über 38 Millionen Euro soll die Lücke schließen: 15 Millionen Euro sind bereits geflossen, weitere 11 Millionen Euro sind bis November 2026 zugesagt.
Hinzu kommt eine neu verhandelte Kreditlinie der Europäischen Investitionsbank. Die Laufzeit läuft jetzt bis Juni 2028, eine erste Tranche über 13,6 Millionen Euro zahlte Newron im Dezember 2025 zurück. Nach Einschätzung von Edison reicht die Liquidität bis in die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2027 – und damit über die erwarteten Top-Line-Ergebnisse aus beiden ENIGMA-TRS-Studien hinaus.
Die Analysten passten parallel ihr Kursziel an. Die Bewertung für Newron steigt auf umgerechnet 20,8 Franken je Aktie, nach zuvor 20,4 Franken.
Vierte Quartal wird zur Weichenstellung
Zwei Ereignisse entscheiden über die nächsten Monate: die Lösung des US-Enrollment-Stopps und die Zwölf-Wochen-Wirksamkeitsdaten aus ENIGMA-TRS 1. Edison Group bezeichnet die anstehenden Datensätze als zentrale klinische Wendepunkte für das Unternehmen. Das vierte Quartal 2026 dürfte damit zur bislang wichtigsten Nachrichtenperiode in der Firmengeschichte werden.
Newron SpA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Newron SpA-Analyse vom 25. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Newron SpA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Newron SpA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
