Newron: Type-A-Meeting mit FDA am 2. Juli

Newron Pharmaceuticals sieht nach konstruktivem FDA-Treffen Chancen, den Studienstopp für Evenamid in den USA zu überwinden.

Auf einen Blick:
  • Konstruktives FDA-Treffen im Juli 2026
  • Evenamid-Studienstopp in USA soll gelöst werden
  • Phase-III-Ergebnisse für Q4 2026 erwartet
  • Aktie notiert 60% unter Jahreshoch

Ein konstruktives Treffen mit der US-Arzneimittelbehörde FDA – das meldet der Biotech-Konzern Newron Pharmaceuticals für Juli 2026. Es geht um die Zukunft des wichtigsten Medikamentenkandidaten Evenamid.

Die Aktie des italienischen Pharmaunternehmens schloss am Freitag bei 13,50 Euro. Das ist ein Minus von 3,23 Prozent an einem Tag. Seit Jahresbeginn beträgt der Verlust fast 50 Prozent – obwohl der Kurs im Dezember um 80 Prozent höher stand als vor einem Jahr.

Entscheidendes Treffen mit der FDA

Im April 2026 hatte Newron einen Rückschlag erlitten. Die FDA verhängte einen Enrollment Hold für die US-Studienzentren der Phase-III-Studie ENIGMA-TRS 2. Das bedeutet: Keine neuen Patienten durften in den USA aufgenommen werden.

Am 2. Juli 2026 traf sich Newron dann zu einem sogenannten Type-A-Meeting mit der FDA. Solche Treffen sind für dringende Anliegen reserviert. Das Unternehmen bewertet das Gespräch als konstruktiv. Nun will Newron Änderungen vorschlagen, um die Bedenken der Behörde auszuräumen.

Konkrete Details nannte das Unternehmen nicht. Die FDA hatte den Stopp verhängt, ohne die genauen Gründe öffentlich zu machen. Klar ist: Ohne Lösung dieses Problems bleibt die US-Zulassung von Evenamid in weiter Ferne.

Das große Ziel: Phase III

Evenamid ist ein Wirkstoff gegen behandlungsresistente Schizophrenie. Das Medikament soll überschüssiges Glutamat im Gehirn regulieren – ein neuer Ansatz.

Das globale Studienprogramm ENIGMA-TRS umfasst zwei Studien. Die erste Studie, ENIGMA-TRS 1, läuft international. Sie rekrutiert mindestens 600 Patienten in Europa, Asien, Lateinamerika und Kanada. Die ersten Ergebnisse werden für das vierte Quartal 2026 erwartet.

Für Asien hat Newron bereits Partner gefunden: EA Pharma für Japan, Myung In Pharm für Südkorea. Der US-Markt bleibt der große Preis – und aktuell die größte Hürde.

Der Aktienkurs liegt 60 Prozent unter dem Jahreshöchststand von 34,15 Euro aus Januar. Der RSI von 45,9 signalisiert weder Überkauft noch Überverkauft. Die annualisierte Volatilität von 50 Prozent zeigt: Die Aktie bleibt ein Hochrisikopapier.

Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob die FDA den Studienstopp aufhebt. Sollte Newron eine Einigung erzielen, wäre das ein wichtiger Meilenstein für die weitere Entwicklung.

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