Die Aktie von Newmont verzeichnete am Freitag einen Kurssprung von 8,68 Prozent. Der Goldproduzent übertraf die Erwartungen beim bereinigten Gewinn deutlich, wobei Rekordpreise für Gold eine gesunkene Förderung mehr als ausglichen. Zudem kündigte das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 6 Milliarden Dollar an.
Im ersten Quartal erreichte der Nettogewinn 3,3 Milliarden Dollar, das bereinigte Ergebnis lag bei 3,2 Milliarden Dollar oder 2,90 Dollar je Aktie. Das bereinigte EBITDA stieg auf 5,2 Milliarden Dollar. Bemerkenswert ist der freie Cashflow, der mit 3,1 Milliarden Dollar einen Quartalsrekord markierte.
Newmont Corporation Aktie Chart
Produktion sinkt, Kosten bleiben unter Kontrolle
Die Goldproduktion fiel im Berichtszeitraum auf 1,3 Millionen Unzen, verglichen mit 1,54 Millionen Unzen im Vorjahresquartal. Verantwortlich dafür waren unter anderem Buschfeuer in der Boddington-Mine in Australien, schwächere Erzqualitäten und starke Regenfälle in Tanami sowie geplante Wartungsarbeiten in Lihir und Cerro Negro. Die All-in-Kosten für die Goldförderung sanken dennoch auf 1.029 Dollar je Unze.
Newmont bestätigte die Produktionsprognose für das Gesamtjahr 2026 von 5,26 Millionen Unzen Gold mit einer Schwankungsbreite von plus/minus 5 Prozent. Die erwarteten All-in-Kosten liegen bei 1.680 Dollar je Unze. Zusätzlich plant das Unternehmen die Förderung von 9 Millionen Unzen Silber und 30.000 Tonnen Kupfer bei Investitionsausgaben von 3,35 Milliarden Dollar.
Höhere Kosten im zweiten Quartal erwartet
Für das laufende zweite Quartal rechnet Newmont mit 23 Prozent der Jahresproduktion, etwas weniger als im ersten Quartal. Interim-CFO Peter Wexler warnte in der Analystenkonferenz jedoch vor „deutlich höheren“ Kosten. Diese ergeben sich aus erhöhten Investitionen in die Instandhaltung, geringerer Silberproduktion und gestiegenen Betriebskosten in mehreren Minen.
Besonders der Ölpreis dürfte sich bemerkbar machen. Wexler bezifferte den Effekt einer Veränderung um 10 Dollar je Barrel auf etwa 60 Millionen Dollar Mehrkosten, was sich mit rund 12 Dollar je Unze in den All-in-Kosten niederschlage. Hinzu kommt die Auswirkung höherer Lizenzgebühren in Ghana über das gesamte Quartal.
Anleger dürften nun beobachten, wie sich die Kostenentwicklung auf die Margen auswirkt und inwieweit der hohe Goldpreis mögliche Belastungen kompensieren kann. Das angekündigte Rückkaufprogramm signalisiert zwar Vertrauen des Managements, die operative Herausforderung bleibt jedoch bestehen.
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