Obschon Netflix mit den jüngsten Quartalzahlen überzeugen und die Umsätze um 16 Prozent auf 12,25 Milliarden US-Dollar steigern konnte, steht die Aktie weiterhin unter Druck. In der ausgelaufenen Woche ging es um nicht ganz fünf Prozent bis auf 87,49 Dollar zu Handelsschluss am Freitag in die Tiefe. Im Jahresvergleich sind damit Verluste von 23,5 Prozent zu beklagen.
Als belastend erweist sich vor allem der Ausblick für das laufende Quartal. Der Anteil der lukrativen Werbe-Abos klettert zwar munter weiter. Dennoch werden lediglich Umsätze von 12,6 Milliarden Dollar erwartet und damit etwas weniger, als es sich die Analysten im Vorfeld ausgerechnet hatten.
Netflix: Verkäufe in der Chefetage
Zusätzlich zu dieser leichten Ernüchterung verunsicherten zuletzt auch gleich mehrere Verkäufe des Führungspersonals die Aktionäre. Co-Chef Gregory Peters trennte sich kürzlich von Aktien im Wert von 3,25 Millionen Dollar. Zuvor verkaufte auch Co-Chef Ted Sarandos Anteile. Das muss keine tiefere Bedeutung haben und die Verkäufe sind für gewöhnlich Teil langfristiger Handelspläne.
Netflix Aktie Chart
Dennoch wird das Ganze nur kurz nach einem etwas nüchternen Ausblick an der Börse als Warnsignal verstanden. Lichtblicke gibt es hingegen auf der Kostenseite. Netflix verspricht, dass Abschreibungen auf neue Inhalte ihren Höhepunkt im laufenden Quartal überschreiten und damit im zweiten Halbjahr wieder sinken dürften.
Auf hohem Niveau
Die Wachstumsversprechen sind bei Netflix durchaus noch vorhanden. Sie sind aber etwas kleiner geworden. Das scheint auszureichen, um manchen Anleger in die Flucht zu schicken. Meckern lässt sich bei der Netflix-Aktie jedoch weiterhin nur auf hohem Niveau. Trotz deutlicher Korrekturen in den letzten Monaten kann der Titel seinen langfristigen Aufwärtstrend bisher verteidigen. Wer schon länger dabei ist, blickt auf Zugewinne von knapp 75 Prozent in den letzten fünf Jahren.
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