Die mögliche Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Netflix sorgt seit Wochen für Furore – inzwischen auch in der britischen Politik. Laut Reuters fordern mehr als ein Dutzend britischer Politiker und ehemalige Regierungsmitglieder die dortige Wettbewerbsbehörde CMA auf, die geplante Akquisition genauer unter die Lupe zu nehmen.
Netflix-Aktie, Warner Bros.: Wettbewerbsbedenken in Großbritannien
In einem Schreiben an CMA‑Chefin Sarah Cardell warnen sie, dass der Deal die Marktmacht von Netflix „zementieren“ und den Wettbewerb im Streaming‑Sektor spürbar verringern könnte. Leidtragende wären aus ihrer Sicht vor allem Verbraucher, die weniger Auswahl und potenziell höhere Preise zu erwarten hätten.
Unter den Unterzeichnern befinden sich mehrere ehemalige Kulturminister, aber auch frühere BBC‑Führungskräfte sowie Vertreter großer Medienhäuser. Sie argumentieren, dass die Übernahme ikonische Inhalte wie Batman, Friends oder das gesamte HBO‑Max‑Portfolio in die Hände eines einzigen Streaming‑Giganten legen würde – ein Schritt, der die Medienlandschaft in Großbritannien und Europa grundlegend verändern könnte.
Netflix-Aktie: US-Justizausschuss soll nächste Woche tagen
Die CMA selbst äußerte sich laut Reuters zurückhaltend und betonte, dass sie außerhalb eines formellen Verfahrens keine Einschätzung abgeben könne. Parallel dazu wird der Deal auch in den USA und der EU kritisch gesehen; dort rechnen Beobachter ebenfalls mit intensiver kartellrechtlicher Prüfung.
In den USA etwa soll der Justizausschuss des Senats bereits nächste Woche eine Anhörung durchführen, um die möglichen Auswirkungen auf Wettbewerb und Medienvielfalt zu untersuchen.
Gerangel um Warner Bros: Paramount will Netflix weiterhin ausbooten
Während die Diskussion um Netflix anhält, will auch der Wettbewerber Paramount Skydance weiterhin Warner Bros. kaufen – allerdings wohl im Rahmen einer feindlichen Übernahme. Bis zum 20. Februar will Paramount die Aktionäre von Warner Bros. am Management vorbei von einem Deal überzeugen.
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