Netflix-Aktie: Unter Zugzwang?

Paramounts verbessertes Übernahmeangebot für Warner Bros. gefährdet Netflix' Pläne und belastet dessen Aktienkurs durch Unsicherheiten über mögliche höhere Gebote.

Auf einen Blick:
  • Paramount lockt Warner Bros. mit neuem Angebot
  • Netflix droht Verlust der geplanten Übernahme
  • Aktienkurs verzeichnet deutliche Verluste
  • Möglicher teurer Bieterkrieg belastet Finanzen

Paramount lässt beim Thema Warner Bros. einfach nicht locker und mit einem nochmals nachgebesserten Übernahmeangebot konnte man zuletzt auch das Interesse des Vorstands gewinnen. Jüngsten Medienberichten zufolge stehen wohl weitere Verhandlungen an. Die vorherige Einigung mit Netflix gerät dadurch schwer ins Wanken.

Sollte eine Fusion mit dem Streaming-Anbieter ausbleiben, so würde zwar eine Konventionalstrafe von rund 2,8 Milliarden US-Dollar fällig. Darauf dürfte Warner Bros. aber recht entspannt blicken, nachdem Paramount zusagte, eben diese Gebühr übernehmen zu wollen. Dazu kommen ein höherer Kaufpreise und einige weitere Schmankerl.

Muss Netflix nun nachlegen?

Sollte Warner Bros. tatsächlich zum Schluss kommen, dass das Paramount-Angebot überlegen ist, so müsste darüber zunächst Netflix informiert werden. Im Anschluss ergäbe sich dann die Möglichkeit selbst noch einmal nachzulegen und den Bieterwettstreit in die nächste Runde zu befördern. Will sich Netflix die Rechte zu „Harry Potter“, „Der Herr der Ringe“ und Co. also sichern, könnte es noch eine Ecke teurer werden.

Netflix Aktie Chart

Genau diese Ansicht entpuppt sich für die ohnehin dezent angeschlagene Netflix-Aktie momentan als Belastungsfaktor. Denn schon das bisherige Angebot von 27,75 Dollar je Warner-Bros-Aktie wird von einigen Aktionären als zu teuer befunden. Steigt die Summe nochmals an, würden Ängste vor zu hohen Belastungen freilich nicht weniger werden.

Herbe Kursverluste

Die Unsicherheiten lasten schwer auf der Netflix-Aktie, welche allein in den letzten vier Wochen um 12,5 Prozent an Wert verloren hat. Die Abschläge seit Jahresbeginn belaufen sich auf knappe 18 Prozent. Das Management muss sich mit der Frage beschäftigen, wie viel die Übernahme von Warner Bros. tatsächlich wert ist. Da Paramount bereits signalisierte, im Zweifel noch einmal nachlegen zu können, könnte eine Fortsetzung des Bieterkriegs den eigenen Aktienkurs noch weiter belasten.

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