Die deutsche Bundesregierung schmiedet derzeit Pläne, welche Streaminganbieter wie Netflix zu Investitionen in Deutschland zwingen sollen. Insbesondere Vizekanzler Lars Klingbeil spricht sich für einen solchen Ansatz aus, der auch an der Börse bereits diskutiert wurde. Dort ist man von der Idee eher weniger begeistert.
Laut einem Bericht der „Bild“ scheint die Angelegenheit auch im Weißen Haus verfolgt zu werden. Die deutsche Botschaft in den USA soll demnach in mehreren Schreiben vor Belastungen der bilateralen Beziehungen gewarnt haben. Insbesondere US-Präsident Donald Trump soll kein Fan sein und es könnten Vergeltungsmaßnahmen drohen, etwa in Form neuer Zölle oder zumindest der Androhung eben solcher.
Kann Netflix auf eine freiwillige Lösung hoffen?
Die Angst vor Trump macht sich auch anderswo breit und könnte mit ein Grund dafür sein, dass Kulturstaatsminister Wolfram Weimer lieber für freiwillige Zusagen der Streaming-Anbieter ausspricht. Das wäre auch Netflix recht, wo bereits entsprechende Investitionen angekündigte wurden. 1,8 Milliarden Euro sollen bis 2030 fließen.
Die Freiwilligkeit hätte den Vorteil, dass Netflix und andere Anbieter ihre Investitionszusagen im Zweifel einfach wieder kassieren könnten, ohne mit irgendwelchen Sanktionen zu rechnen. Da sich kaum absehen lässt, wie sich die Zahlen in den kommenden Jahren entwickeln mögen, wäre es auch für Anleger die nervenschonendere Lösung.
Es bleibt Gesprächsbedarf
Netflix Aktie Chart
Das letzte Wort in der Angelegenheit ist noch nicht gesprochen. Ob Lars Klingbeil sich von Warnungen vor Trumps Zorn einschüchtern lässt, bleibt noch abzuwarten. Der ohnehin unter Druck stehenden Netflix-Aktie hat das Thema nicht eben weitergeholfen, auch wenn es nicht allein verantwortlich ist für Abschläge von 3,4 Prozent am gestrigen Dienstag.
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