Der eskalierende Kampf um Warner Bros. Discovery sorgt für Nervosität an der Börse. Vor gut einem halben Jahr erreichte die Netflix-Aktie mit 134,12 Dollar ein Rekordhoch und jetzt liegt sie bei knapp unter 90 Dollar. Damit hat die Aktie rund ein Drittel an Wert eingebüßt – und die Tendenz geht weiter abwärts. Doch warum ziehen Anleger die Reißleine? Weshalb ist die Stimmung gekippt? Spoiler: An den Fundamentaldaten liegt es nicht.
Netflix Aktie Chart
Netflix: Das ist der Grund für die Misere
Der Kern des Problems liegt im Übernahmepoker. Netflix will Warner Bros. Discovery schlucken, doch die Konkurrenz funkt dazwischen. Paramount wirft mit Rückendeckung von Skydance ein feindliches Angebot in den Ring. Dazu kommen milliardenschwere Garantien und wachsende Zweifel an der Finanzierbarkeit. Zwar stellt sich das WBD-Board hinter Netflix, doch das beruhigt den Markt kaum.
Wie reagiert die Politik?
Vor allem die Politik macht Sorgen. Investoren fürchten lange kartellrechtliche Prüfungen. Zeit, Geld und Fokus könnten verloren gehen. Genau dieser Unsicherheitsfaktor lastet schwer auf dem Kurs. Analysten reagieren prompt. Mehrere Häuser stufen die Aktie herunter und senken ihre Ziele. Verschuldung und Integration gelten als größte Baustellen.
Netflix: Die Fundamentaldaten sind klasse
Dabei läuft das operative Geschäft solide. Neue Staffeln und Blockbuster ziehen Zuschauer an. Die Plattform liefert. Doch diese Fakten gehen im Deal-Lärm unter. An der Börse zählt aktuell nur eines: Risiko.
Die Aktie trägt einen klaren Übernahmeabschlag. Solange Behörden und Bieter streiten, bleibt Netflix ein Spielball der Schlagzeilen. Volatile Tage stehen bevor. Die Frage lautet nicht, ob Netflix Geld verdient, denn das tut es. Die Frage, die derzeit den Markt beschäftigt und auf die Kurse drückt ist: Schafft Netflix die Übernahme? Solange das nicht geklärt ist, wird die Aktie weiter unter Druck bleiben.
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