Netflix-Aktie: Paramount setzt nach!

Paramount verbessert sein Übernahmeangebot für Warner Bros. durch eine zusätzliche Milliarden-Strafzahlung an Netflix. Die Aktie des Streaming-Riesen reagierte nur verhalten auf die Neuigkeit.

Auf einen Blick:
  • Paramount bietet Netflix Milliarden-Strafzahlung
  • Netflix-Aktie zeigt nur kurze Kursgewinne
  • Experten sehen geringe Erfolgschancen
  • Übernahme bleibt mit großen Unsicherheiten behaftet

Der Übernahmekrimi im Warner Bros. scheint in die nächste Runde zu gehen und Paramount will Netflix das Feld weiterhin nicht kampflos überlassen. Am Dienstag wurde das ohnehin üppige Angebot noch einmal erhöht, wenn auch nur indirekt.

Nichts geändert hat sich daran, dass je Aktie 30 US-Dollar gezahlt werden sollen, womit die Bewertung für den Medienkonzern sich auf 108,4 Milliarden Dollar beläuft. Zugesagt hat Paramount Skydance nun aber zusätzlich, im Fall der Fälle auch eine Strafzahlung von 2,8 Milliarden Dollar an Netflix zu übernehmen, sollte die dort angestrebte Übernahme nicht zustandekommen.

Den Anlegern von Netflix wäre es wohl recht

Die ersten Reaktionen auf diese Entwicklung sprachen Bände. Die Netflix-Aktie reagierte zeitweise mit Kursgewinnen von drei Prozent. Die Übernahmepläne des Streaming-Giganten werden an der Börse aufgrund der enormen Summen durchaus mit Skepsis betrachtet. Der Aktienkurs gab in den letzten Monaten um etwa 40 Prozent nach.

Netflix Aktie Chart

Doch die Vorfreude ließ schnell wieder nach und zu Handelsschluss landete die Netflix-Aktie wieder bei 82,21 Dollar und damit nur etwa 0,9 Prozent höher als zu Handelsschluss am Vortag. Experten halten die Wahrscheinlichkeit dafür, dass Paramount sich mit seinem neuen Vorschlag durchsetzen kann, für eher gering. An den gegenwärtigen Aussichten hat sich letztlich also nicht viel geändert.

Ein teurer Spaß

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Netflix sich mit der Übernahme von Warner Bros. einige hochinteressante Franchises sichern und damit im Konkurrenzkampf punkten könnte. Doch bleiben es eben auch bei enormen Unsicherheiten, auch mit Blick darauf, was die Kartellbehörden und eventuell die US-Regierung von dem Vorhaben halten mögen. Euphorie will in dieser Atmosphäre nicht recht aufkommen.

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