Schon vor einer Weile klagten Synchronsprecher über neue Vorgabe von Netflix, welche eine generelle Zustimmung zur Verwertung der eigenen Stimme für KI-Training vorsahen, ohne dass es dafür eine zusätzliche Vergütung geben würde. Im Streit legt der Sprecherverbrand VDS nun ein Gutachten der Rechtsanwaltssozietät Spirit Legal nach.
Letzteres soll zeigen, dass der von Netflix vorgeschlagene Vertrag weitgehend rechtswidrig und unwirksam sein soll. Bemängelt wird unter anderem, dass die vertragliche Klausel zum KI-Training keine klar definierte Nutzungsart und daher urheberrechtlich unwirksam sei, berichtet „heise.de“. Außerdem rüde die Einwilligung in die Datenverarbeitung nicht den Vorgaben der DSGVO genügen, da die Sprecherinnen und Sprecher lediglich vollständig zustimmen oder ablehnen können.
Netflix lässt nicht mit sich reden
Auch einer Kontrolle der allgemeinen Geschäftsbedingungen würde der Vertragsvorschlag nicht standhalten, da unter anderem der Verzicht auf unverzichtbare Auskunftsansprüche vorgesehen ist. Aufgrund dieser und weiterer Mängel empfehlen die Rechtsexperten den Synchronsprechern, das Ganze nicht zu akzeptieren.
Netflix hingegen hat sich im Vorfeld bereits positioniert und hält den Synchronsprechern mehr oder minder die Pistole an den Kopf. Wer nicht unterzeichnen möchte, der soll schlicht gestrichen werden. Netflix möchte in diesem Fall im äußersten Fall sogar auf Übersetzungen verzichten und lediglich Untertitel im deutschsprachigen Raum anbieten.
Keine Lösung in Sicht
Netflix Aktie Chart
Eine Lösung im Streit bahnt sich derzeit nicht an. Das tangiert die Netflix-Aktie zwar nicht weiter, doch jene steht aufgrund der Übernahmeschlacht um Warner Bros. ohnehin schon unter Druck. Der negative Trend setzte sich am Donnerstag mit Kursverlusten von 4,7 Prozent fort und der Aktienkurs rutschte auf 75,86 US-Dollar ab. Auf Schlusskursbasis entspricht das einem neuen 52-Wochen-Tief.
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