Netflix-Aktie: Keine Kompromisse!

Deutsche Synchronsprecher boykottieren Netflix wegen KI-Streit. Der Streamingdienst droht mit dem Verzicht auf deutsche Vertonungen, was zu Kursverlusten führte.

Auf einen Blick:
  • Boykott durch deutschsprachige Synchronsprecher
  • Streit um unbezahltes KI-Stimm-Training
  • Netflix droht mit Ende deutscher Vertonungen
  • Aktienkurs verliert im frühen Handel

Seit Kurzem haben zahlreiche bekannte Synchronsprecher im deutschprachigen Raum Netflix die Freundschaft gekündigt und einen Boykott der Plattform bekanntgegeben. Hintergrund sind Streitigkeiten um das Thema KI bzw. die Zugeständnisse, welche Netflix den Synchronsprechern dabei abverlangt. Wie Medienberichten zu entnehmen ist, sollen jene unbezahlt dem Training einer KI mit ihren Inhalten zustimmen.

Zwar verspricht Netflix, dass es eine Vergütung geben werde, wenn generierte Stimmen tatsächlich zum Einsatz kommen. Damit will die Gegenseite sich aber nicht zufriedengeben. Verlangt wird eine grundsätzliche Einigung, bei der schon das Training vergütet wird. Teils wird auch dazu aufgerufen, auf KI-generierte Stimmen gänzlich zu verzichten.

Netflix ist nicht verhandlungsbereit

Wie das Branchenmagazin „DWDL.de“ berichtet, zeigt sich Netflix nicht einmal im Ansatz verhandlungsbereit. Stattdessen droht der Streaming-Anbieter damit, bei einem anhaltenden Boykott auf deutsche Tonspuren schlicht zu verzichten und neue Produktionen hierzulande nur mit Untertiteln anzubieten. Das Unternehmen argumentiert, dass die Synchronsprecher mit ihrem Verhalten letztlich der eigenen Branche schaden würden.

Dem Verband Deutscher Sprecher:innen e.V. geht es nicht nur um das leidige Thema Geld. Befürchtet wird auch, dass durch das KI-Training Deepfakes angefertigt werden könnten. Auch das scheint bei Netflix auf taube Ohren zu stoßen. Ob derweil die Nutzer von untertitelten Originalvertonungen besonders begeistert wären, darf wohl bezweifelt werden.

Ungewisse Entwicklung

Netflix Aktie Chart

Der Verband lässt mitteilen, dass Netflix in der Vergangenheit stets partnerschaftlich agiert habe. Die aktuelle Blockadehaltung sei daher etwas Neues. Derweil spricht sich der Bundesverband Synchronregie und Dialogbuch dafür aus, den Boykott zu beenden und mit Netflix KI-Schutzregeln zu vereinbaren. Wie die Sache weitergehen mag, scheint in den Sternen zu stehen. Die Anteilseigner sind offenbar wenig begeistert; die Netflix-Aktie verlor hierzulande im frühen Handel am Dienstag um 1,8 Prozent auf 70,02 Euro an Wert.

Netflix-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Netflix-Analyse vom 03. April liefert die Antwort:

Die neusten Netflix-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Netflix-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 03. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Netflix: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)