Netflix-Aktie: Jetzt antizyklisch einsteigen?

Die Netflix-Aktie befindet sich in einem anhaltenden Abwärtstrend, der durch Unsicherheiten um Warner Bros. Discovery und den Bruch wichtiger Chartmarken geprägt ist.

Auf einen Blick:
  • Aktie verliert über 42 Prozent seit Juli
  • Übernahmepoker um Warner Bros. belastet Kurs
  • Wichtige Chartunterstützung bei 80 Dollar gebrochen
  • Stark überverkaufte Lage könnte Käufer anlocken

Die Netflix-Aktie ist weiter auf der Suche nach einem Boden. Seit Anfang Juli letzten Jahres befindet sich der Streaming-Dienstanbieter in einem klaren Abwärtstrend, der sich im Herbst sogar noch einmal deutlich beschleunigt hat. So belaufen sich die Abschläge gegenüber den damaligen Tops inzwischen auf mehr als 42 Prozent.

Übernahmeschlacht sorgt für Unsicherheit

Zu einem großen Belastungsfaktor ist der Übernahmepoker um Warner Bros. Discovery geworden, da auch der Konkurrent Paramount Skydance weiterhin um die legendären Filmstudios buhlt. Das geschah zunächst im Rahmen eines feindlichen Übernahmeversuchs, doch mittlerweile hat Warner Bros. offiziellen Verhandlungen mit Paramount zugestimmt.

Netflix Aktie Chart

Wer am Ende den Zuschlag bekommt, ist also weiterhin offen. Und diese Unsicherheit belastet den Aktienkurs ungemein.

Hier liegen die nächsten Kursziele

Auch die signifikante Unterstützung bei 82,35/82,11 Dollar hat den Abverkauf nicht stoppen können. Nach dem Bruch der 80,00-Dollar-Marke müssen Anleger nun sogar mit Korrekturen zum vormaligen Hoch von November 2021 bei 70,10 Dollar rechnen.

Findet die Aktie auch hier keinen Halt, wäre sogar ein Test der 200-Wochen-Linie (SMA200) möglich, die sich aktuell bei 63,69 Dollar befindet. Noch tiefere Korrekturen könnten sogar in den Bereich um 50 Dollar führen, wo die 161,8%-Fibonacci-Extension der laufenden Abwärtsbewegung angesiedelt ist.

Rücksetzer als Chance?

Die stark überverkaufte Marktsituation mit RSI-Werten von unter 24 in der wöchentlichen Analyse könnte aber auch für die Käuferseite interessant werden. Denn in der Vergangenheit fielen solche Extremwerte oft mit lokalen Tiefpunkten zusammen.

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