Es bildet sich Widerstand gegen Netflix in Deutschland: Laut der Nachrichtenagentur Reuters haben einige deutsche Synchronsprecher zum Boykott gegen den US-Streamingkonzern aufgerufen.
Netflix-Aktie: Synchronsprecher befürchten, durch KI ausgebootet zu werden
Auslöser ist demnach eine neue Vertragsklausel, die es dem Streamingdienst erlaubt, bestehende Sprachaufnahmen für das Training von KI‑Systemen zu nutzen. Der Synchronsprechervereinigung VDS zufolge verweigert eine große Mehrheit der Sprecher die Unterschrift unter diese Bedingungen. Diese sei nötig, da die Sprecher entscheiden müssten, ob ihre persönlichen Daten und Stimmen in KI-Software eingespeist werden dürften, so der Verband.
Die Sorge: KI‑Modelle könnten künftig Stimmen imitieren und damit klassische Synchronarbeit ersetzen. Zudem bleibt unklar, ob und wie eine Vergütung für die Nutzung der Aufnahmen vorgesehen ist.
Netflix reagierte mit einem Schreiben an die Sprecher und sprach von einem „Missverständnis“. Das Unternehmen betont, man nehme die Bedenken ernst und lade zu Gesprächen ein.
Der VDS hat eine Kanzlei beauftragt, die neuen Verträge rechtlich zu prüfen, insbesondere im Hinblick auf Datenschutz, Urheberrecht und das EU‑KI‑Gesetz. Die Vereinbarung basiert auf einem früheren Deal zwischen Netflix und der Schauspielergewerkschaft BFFS, der zwar eine Zustimmungspflicht für KI‑Repliken vorsieht, aber keine Vergütungsregeln enthält.
Netflix-Aktie: Untertitel statt Synchro?
Es bleibt nun abzuwarten, wie Netflix auf die Causa reagieren wird. Im Zweifelsfall könnte der Konzern auf deutsche Synchro verzichten und bei bestimmten Inhalten nur noch deutsche Untertitel anbieten. Dies jedoch würde die Gefahr bergen, viele deutsche Zuschauer zu verärgern.
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