Netflix hat den Kursrückgang der letzten Wochen gestoppt. Die Aktie notierte am Freitag bei 68,00 Euro – ein Plus von 5,34 Prozent binnen sieben Tagen. Auf Monatssicht liegt das Papier allerdings 4,67 Prozent im Minus.
Der Streaming-Konzern bewegt sich weiter unter seinen Höchstständen. Vom Allzeithoch trennen das Papier rund 46 Prozent. Kein Wunder, dass Anleger gespannt auf die Zahlen im Juli blicken.
Starkes Geschäft, schwächelnder Kurs
Die Kluft zwischen operativer Entwicklung und Aktienkurs fällt bei Netflix derzeit ungewöhnlich groß aus. Das Unternehmen hob die Prognose für den Free Cashflow auf rund 12,5 Milliarden Dollar an – zuvor waren es 11 Milliarden. Im ersten Quartal stiegen die Erlöse um 16 Prozent auf 12,25 Milliarden Dollar, die operative Marge lag bei 32 Prozent.
Der werbefinanzierte Tarif treibt das Wachstum. 60 Prozent aller Neuanmeldungen in den verfügbaren Ländern entfielen auf diese Stufe. Netflix zählt über 250 Millionen monatlich aktive Nutzer in diesem Segment und schloss das Quartal mit 4.000 Werbepartnern ab – ein Plus von 70 Prozent. Das Management erwartet, dass sich die Werbeerlöse 2026 auf 3 Milliarden Dollar verdoppeln.
Was die Analysten beschäftigt
Trotz dieser Zahlen: Die Aktie verlor massiv an Wert. Analysten führen das auf den härteren Wettbewerb im Streaming-Markt zurück. Auch die Stimmung der Anleger habe gedreht – selbst wenn die Geschäfte laufen.
Die Quartalszahlen im Juli sollen mehr Klarheit bringen. Netflix rechnet für das zweite Jahresviertel mit Erlösen von 12,57 Milliarden Dollar und einer operativen Marge von 32,6 Prozent. Auf Jahressicht bleibt die Zielmarke von 31,5 Prozent Marge bestehen. Derzeit notiert der RSI bei 49,2 – neutral. Die annualisierte Volatilität liegt bei knapp 36,5 Prozent. Für eine Trendwende braucht es also neue Impulse.
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