Für Netflix scheint es weiterhin rund zu laufen. Der Streaming-Gigant konnte kürzlich über neue Nutzerrekorde und sprudelnde Gewinne berichten. Dennoch rutschte der Aktienkurs am Dienstag nachbörslich um 5,5 Prozent in die Tiefe und begab sich in die Nähe des 52-Wochen-Tief. Irgendetwas scheint die Anteilseigner also gestört zu haben.
Die Antwort darauf ist recht einfach zu finden. Die anvisierte Übernahme von Warner Bros. überschattet weiterhin alles. Nur kurz vor der Zahlenvorlage aktualisierte Netflix das eigene Angebot. Es bleibt bei 82,7 Milliarden US-Dollar, die nun aber vollständig in bar gezahlt werden sollen. Eine gute Nachricht ist das in erster Linie für die Warner-Bros-Aktionäre.
Sind die Netflix-Aktionäre die Dummen?
Die Anteilseigner von Netflix hingegen müssen mit einem Stopp von Aktienrückkäufen leben, damit die schwindelerregend teure Übernahme irgendwie finanziert werden kann. Vielleicht könnten die Aktionäre dies noch verkraften, wenn es Erfolgsgarantien geben würde. Davon kann jedoch keine Rede sein.
Sollte Netflix Erfolg haben, so wird die Übernahme die Bilanzen voraussichtlich jahrelang beeinflussen, und das nicht eben positiv. Ob die enormen Summen überhaupt eines Tages amortisiert werden können, steht in den Sternen. Schließlich entpuppte sich in den letzten Jahren manche zweistellige Milliardenübernahme im Nachhinein als teurer Fehlgriff. Das muss bei Netflix und Warner Bros. nicht der Fall sein. Die Möglichkeit wollen offenbar viele Anleger nicht vollkommen ausschließen.
Netflix Aktie Chart
Es bleibt bei der Ungewissheit
Noch schwerer einschätzen lässt sich die Netflix-Aktie mit Blick darauf, dass noch immer keine Klarheit darüber herrscht, an wen Warner Bros. denn nun gehen mag. Die Anleger tappen im Dunkeln und blicken in der Zwischenzeit vor allem auf eine enorm hohe Rechnung. Gute Stimmung will da trotz freundlicher Zahlen nicht aufkommen.
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