Netflix ist sich augenscheinlich bewusst darüber, dass die Zuschauer sich zuhause anders verhalten als im Kino. Aufgrund dessen scheint der Streaming-Anbieter bei eigenen Produktionen mehr Tempo zu verlangen. Das berichtete zumindest der Schauspieler Matt Damon beim Podcast „Joe Rogan Experience“.
Demnach verlange Netflix insbesondere bei Action-Filmen, dass schnelle Reize gesetzt werden, um die Zuschauer so schnell wie möglich einfangen zu können. Gewünscht sind spektakuläre Actionszenen bestenfalls schon in den ersten Minuten. In Hollywood sei es in früheren Zeiten hingegen eher üblich gewesen, solche Szenen gleichmäßig über einen Film zu verteilen und das große Finale für das Ende aufzusparen.
Netflix: Filme für nebenbei
Außerdem hat Netflix wohl ein Publikum im Blick, welches schnelle Schnitte von TikTok gewöhnt ist und Filme gerne mal nebenbei schaut, während noch anderen Tätigkeiten nachgegangen wird. Um dem gerecht zu werden, verlangt Netflix laut Damon, dass bereits geschehene Handlungsstränge immer aufs Neue wiederholt werden.
Auf diese Weise sollen auch Zuschauer der Handlung folgen können, die eine Weile lang nicht aufmerksam waren. Letztlich scheint Netflix eine Zielgruppe zu bedienen, deren Aufmerksamkeitsspanne durch das moderne Internet nachhaltig geschädigt wurde. Das lässt sich kritisieren, doch der Erfolg gibt dem Unternehmen Recht.
Es gibt auch Ausnahmen
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Allerdings scheint es auch Ausnahmen zu geben, wie der ebenfalls anwesende Ben Affleck mitteilte. Jener verweist auf die Netflix-Serie Adolescence, welche im vergangenen Jahr mit langen Einstellungen und wenig Dialog große Erfolge gefeiert habe. Vollständig scheint Netflix kreative Freiheiten also noch nicht zu unterdrücken. Das ist aus Anlegersicht eine beruhigende Nachricht. Allerdings handelt es sich dabei laut Matt Damon nur noch um eine Ausnahmeerscheinung.
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