Netflix bringt heute das Horrorspiel Unhinged auf die Bildschirme. Der Streaming-Gigant wagt damit einen neuen Vorstoß im Gaming-Sektor. Nutzer brauchen keine teure Konsole. Das Smartphone wird zum Controller. Das Ziel: Abonnenten sollen länger in der App bleiben.
Hollywood trifft Smartphone
Das hauseigene Entwicklerteam Night School Studio hat den Titel exklusiv für Netflix entworfen. Spieler steuern das Geschehen auf dem Fernseher über ihr Handy. Bewegungen lenken die Taschenlampe der Spielfigur. Anrufe und Vibrationen kommen direkt über das Smartphone. Netflix setzt dabei auf prominente Gesichter. Stars wie Zoë Kravitz und Sadie Sink leihen den Charakteren ihr Aussehen. In-App-Käufe oder Werbung gibt es nicht. Das Spiel ist komplett im bestehenden Abo enthalten.
Kampf gegen die Kursflaute
Das Management nutzt Spiele gezielt als Werkzeug zur Kundenbindung. Ein einzelner Titel verändert die Bilanz nicht sofort. Er zeigt aber den strategischen Weg. Netflix will den Wert des Abos steigern, ohne die Preise anzufassen. An der Börse braucht der Konzern aktuell solche Impulse. Die Aktie schloss am Montag bei 64,55 Euro. Auf Wochensicht steht ein leichtes Plus von knapp einem Prozent. Auf Monatssicht verbucht das Papier ein Minus von gut 12 Prozent.
Nervosität bleibt hoch
Das technische Bild bleibt angespannt. Der RSI-Indikator notiert bei 34,9 Punkten. Das signalisiert eine fast überverkaufte Lage. Die annualisierte Volatilität liegt bei gut 30 Prozent. Die Aktie reagiert demnach äußerst sensibel auf neue Nachrichten. Der Start von Unhinged liefert nun einen konkreten Testlauf. Der Markt achtet in den kommenden Wochen genau auf die Nutzerzahlen. Gelingt es Netflix, klassische Serien-Zuschauer für das interaktive Format zu begeistern, festigt das die Marktposition deutlich.
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