Nestlé macht Druck: Wasser muss dringend weg!

Beim Lebensmittelgiganten Nestlé tut sich Entscheidendes. Der Konzern treibt den geplanten Verkauf seines Wassergeschäfts energisch voran.

Auf einen Blick:
  • Nestlé fordert erste Gebote für Wassersparte ein
  • Verkaufspreis bei 4,6 Mrd. Franken
  • Erlös soll Schulden senken und Bilanz stärken
  • Konzernumbau unter neuem CEO nimmt Fahrt auf

Nestlé fordert Investoren auf, noch im Januar erste Gebote abzugeben. Damit wird klar: Nestlé meint es ernst mit dem Umbau.

Zum Paket gehören bekannte Marken wie Perrier, San Pellegrino, Vittel und Acqua Panna. Der Marktwert der Sparte liegt Schätzungen zufolge bei rund 4,6 Mrd. Franken.

Mehrere große Finanzinvestoren haben bereits Interesse signalisiert. Namen wie Blackstone, KKR, Bain Capital und Clayton Dubilier & Rice stehen im Raum. Banken arbeiten parallel an einer milliardenschweren Finanzierung, die Käufer beim Deal unterstützen soll.

Nestle Aktie Chart

Nestlé stellt sich neu auf!

Der Verkauf ist Teil einer größeren Neuausrichtung. Nestlé hatte das Wassergeschäft bereits Anfang 2025 organisatorisch ausgegliedert. Seitdem läuft es als eigenständige Einheit. Der jetzige Schritt ebnet den Weg für einen kompletten Abschied. Treibende Kraft ist Konzernchef Philipp Navratil, der seit Herbst 2025 an der Spitze steht. Er setzt auf einen strikten Sparkurs und will die Kosten bis 2027 um drei Milliarden Franken senken.

Was heißt das für Investoren?

Für Anleger ist vor allem der finanzielle Aspekt entscheidend. Nestlé will mit den Erlösen Schulden abbauen. Der Verschuldungsgrad liegt aktuell über dem Zielniveau. Ein Verkauf könnte die Bilanz deutlich entlasten und neuen Spielraum schaffen. Gleichzeitig trennt sich der Konzern von einem Bereich, der seit Monaten als wenig profitabel gilt und immer wieder für Diskussionen sorgte.

Nestlé fokussiert sich stärker auf margenstarke Kerngeschäfte. Der Wasserausstieg signalisiert Disziplin und Klarheit. Kurzfristig sorgt der Deal für Bewegung. Langfristig hängt der Erfolg davon ab, ob Nestlé die frei werdenden Mittel sinnvoll einsetzt und das Wachstum in anderen Bereichen beschleunigt.

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