Nestlé: KitKat-Rezeptur ab September 2027

Nestlé nähert sich mit Kursplus dem Rekordhoch, plant neue KitKat-Variante in Europa und forscht an Produkten für gesundes Altern.

Auf einen Blick:
  • KitKat erhält Haselnuss-Note in Europa
  • Forschung zu Wirkstoffen für gesundes Altern
  • KI-Vorlagen für Köche veröffentlicht
  • Aktie nähert sich dem Jahreshoch

Nestlé rückt nah an sein Rekordhoch heran. Der Aktienkurs stieg am Donnerstag um 2,04 Prozent auf 91,89 Euro. Marktteilnehmer blicken derweil auf zwei Entwicklungen: operative Produktpflege und medizinische Grundlagenforschung.

Neue Rezeptur für Europa

Ab September 2027 ändert der Konzern die Rezeptur seines Klassikers KitKat in Europa. Der Riegel bekommt eine knusprigere Textur und eine Haselnuss-Note. CEO Navratil betont dabei: Kostendruck spielt keine Rolle. Parallel dazu sinken die Preise für Kakao am Weltmarkt.

In den USA geht der Konzern einen anderen Weg. Der Lizenznehmer Hershey plant für 2027 eine eigene Variante mit cremigerem Fokus. Die britische Rezeptur bleibt dagegen unverändert.

Fokus auf gesundes Altern

Nestlé will den Markt für „Healthy Ageing“ besetzen. Eine neue Studie in der Fachzeitschrift Nature Metabolism liefert dafür die wissenschaftliche Basis. Forscher untersuchten in einer zweiwöchigen Studie, wie bestimmte Wirkstoffe den NAD+-Spiegel im Körper erhöhen. Diese Substanzen interagieren direkt mit dem Darm-Mikrobiom der Probanden. Der Konzern plant, diese Erkenntnisse künftig in neue Ernährungsprodukte zu übersetzen.

Digitale Helfer in der Küche

Die Sparte Nestlé Professional setzt auf digitale Werkzeuge. Das Unternehmen veröffentlichte eine Bibliothek mit über 100 KI-Vorlagen für Köche. Diese sollen die Effizienz bei der Menüentwicklung steigern.

Interne Daten zeigen eine deutliche Lücke in der Branche. Zwar nutzen 75 Prozent der Nachwuchsköche Künstliche Intelligenz. Aber nur ein Drittel arbeitet bisher produktiv damit.

Mit dem aktuellen Kurs rückt das Jahreshoch von 93,41 Euro in Griffweite. Der Abstand zum Rekordwert beträgt nur noch rund 1,6 Prozent. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei 68,7 Punkten. Damit nähert sich der Titel der überkauften Zone.

Politische Debatten über eine Zuckersteuer in Deutschland könnten die Branche fordern. Nestlé reagiert darauf bereits mit dem Verzicht auf künstliche Farbstoffe bis Ende 2026.

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