Nestlé in der Krise: Klagen, Kursrutsch – wie Anleger reagieren sollten

Nestlé kämpft mit Skandal um Babynahrung, Klagen und Konzernumbau. Die Aktie erholt sich leicht, doch Anleger müssen Geduld und Nerven behalten.

Auf einen Blick:
  • Babynahrungs-Skandal belastet Image
  • Foodwatch zieht rechtlich gegen Nestlé vor
  • Verkauf der Wassersparte bringt Milliarden
  • Umsatz stabil, moderates Wachstum erwartet

Bei Nestlé herrscht dicke Luft. Zwar zeigt die Aktie nach langer Schwäche erste Lebenszeichen. Doch die Nachrichtenlage bleibt explosiv. Ein kleiner Kursanstieg reicht nicht, um Entwarnung zu geben. Anleger stehen vor einer heiklen Gemengelage aus Skandal, Umbau und Hoffnung.

Der Ärger mit der Babynahrung!

Im Zentrum steht Ärger um Babynahrung. Mehrere Produkte stehen wegen möglicher Verunreinigungen unter Verdacht. Die NGO Foodwatch zieht vor Gericht und wirft Nestlé verspätetes Handeln vor. Auch Familien in Frankreich klagen. Der Vorwurf wiegt schwer. Es geht um Produktsicherheit und Vertrauen. Nestlé weist alles zurück und schlägt juristisch zurück. Der Konflikt dürfte sich hinziehen und weiter Schlagzeilen produzieren.

Nestle Aktie Chart

Neuer Chef krempelt alles um!

Parallel dazu baut der neue Chef den Konzern um. Seit Herbst treibt er den Strategiewechsel voran. Ein Kernstück ist der geplante Verkauf der Wassersparte. Marken wie Perrier und San Pellegrino sollen gehen. Das Geschäft gilt als wenig wachstumsstark. Der Verkauf könnte rund fünf Milliarden Euro bringen. Dieses Geld soll frische Impulse finanzieren.

Fundamental wirkt Nestlé stabiler als der Kurs vermuten lässt. Die Umsätze hielten sich über Jahre fast konstant. Für das laufende Jahr peilt der Konzern wieder moderates Wachstum an. Auch die Gewinne bleiben robust und auf hohem Niveau. Nestlé stagniert, taumelt aber nicht.

Für Anleger heißt das

Risiken bei Nestlé klar benennen, aber nicht panisch reagieren. Der Skandal belastet kurzfristig. Der Umbau eröffnet Chancen. Nestlé ist kein Sanierungsfall, aber auch kein Selbstläufer. Wer einsteigt, setzt auf Geduld und eine Rückkehr zu mehr Dynamik. Wer das nicht aushalten kann oder will, bleibt besser an der Seitenlinie und wartet, bis sie sich die Lage normalisiert hat. Das kann aber noch ein wenig dauern.

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