Nestlé: Gewinn eingebrochen – Müssen Anleger zittern?

Gewinne brechen ein, Marken fliegen raus, Jobs wackeln: Nestlé startet einen harten Umbau. Was das genau bedeutet und was Aktionäre wissen müssen.

Auf einen Blick:
  • Gewinn 2025 um 17 Prozent gesunken
  • Fokus auf Kaffee, Tierfutter, Gesundheit und Snacks
  • Eis- und Wassersparte vor Verkauf
  • 16.000 Stellen fallen weltweit weg
  • Dividende steigt auf 3,10 Franken je Aktie

Beim Schweizer Giganten Nestlé rumort es gewaltig. Der neue Chef Philipp Navratil greift durch. Nach einem deutlichen Gewinneinbruch verordnet er dem Konzern eine Radikalkur. Weg mit Ballast, Fokus auf das Kerngeschäft. Kaffee, Tiernahrung, Gesundheitsprodukte sowie Lebensmittel und Snacks sollen künftig das Rückgrat bilden. Alles andere steht auf dem Prüfstand.

Nestle Aktie Chart

Nestlé: Gewinn gesunken!

2025 sackte der Gewinn um 17 Prozent auf rund 9,0 Mrd. Franken ab. Auch der Umsatz schrumpfte. Dazu kommen teure Altlasten. Ein Rückruf belasteter Babynahrung kostete bereits 185 Mio. Franken. Das Wachstum leidet zusätzlich. Anleger fragen sich: War es das mit der Erfolgsstory?

An der Börse kam der Strategiewechsel gut an. Die Aktie zog um rund drei Prozent an. Offenbar setzen Investoren auf einen Neuanfang. Navratil plant höhere Ausgaben für starke Marken und Innovationen. Gleichzeitig will er massiv sparen. Weltweit fallen 16.000 Jobs weg. Bis 2027 sollen so eine Milliarde Franken pro Jahr eingespart werden.

Auch das Portfolio wird verschlankt

Über 400 Marken sind zu viel. Das Eisgeschäft soll weg, ebenso das Wassergeschäft mit bekannten Labels wie Perrier oder San Pellegrino. Verkäufe und Abspaltungen sollen Milliarden bringen und die Struktur vereinfachen.

Für Aktionäre gibt es trotz allem ein Trostpflaster. Die Dividende steigt das 30. Jahr in Folge auf 3,10 Franken je Aktie. Das entspricht aktuell rund 3,8 Prozent Rendite. Die Botschaft ist klar: Nestlé schwächelt, aber der Konzern kämpft. Für Anleger bleibt es eine Wette auf den Turnaround.

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