Man kann es kaum glauben, aber manchmal verwandelt sich ein Verbrechen in eine Marketing-Goldgrube. Genau das passiert gerade bei Nestlé. Über 400.000 KitKat-Riegel, stolze 12 Tonnen, wurden letzte Woche von einem Lkw gestohlen, der von einer Fabrik in Mittelitalien nach Polen unterwegs war. Der Lkw und seine süße Fracht bleiben verschwunden, die Ermittlungen laufen.
Doch statt in Panik zu verfallen, reagierte KitKat mit Humor. „Wir haben die Leute immer ermutigt, eine Pause mit KitKat zu machen. Aber es scheint, die Diebe haben die Botschaft zu wörtlich genommen und sich mit mehr als 12 Tonnen unserer Schokolade aus dem Staub gemacht“, so der Sprecher der Marke. Diese schlagfertige Antwort zündete eine Social-Media-Lawine.
Wenn Marken mitspielen: Die virale Welle rollt
KFC witzelte auf X, sie hätten die 12. Kräuter- und Gewürzmischung getestet. Domino’s Pizza kündigte scherzhaft eine neue KitKat-Pizza an. DoorDash behauptete, 12 Tonnen KitKat durch einen „Verpackungsfehler“ in ihren DashMarts zu haben und forderte Kunden auf, einfach 500 bis 600 Riegel zu bestellen. Selbst Microsoft Edge stieg ein und postete eine fingierte E-Mail: „Warum haben wir 14 Kisten KitKat im Büro?“
PR-Berater Andrew Bloch nannte es gegenüber dem Wall Street Journal eine „Masterclass in Öffentlichkeitsarbeit“. Nestlé habe die Gelegenheit ergriffen und ins Positive gedreht. Tatsächlich hat der Konzern hier bewiesen, wie man aus einem Diebstahl kostenloses Marketing im Millionenwert macht. Die Marke profitiert von enormer Reichweite, ohne einen Cent für Werbung auszugeben. Ob sich das auf den Aktienkurs auswirkt, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Nestlé hat gerade gezeigt, wie moderne Krisenkommunikation funktionieren kann.
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