Nemetschek bekommt frischen Rückenwind. Die Deutsche Bank hat die Aktie des Bausoftware-Spezialisten hochgestuft — und nennt einen konkreten Grund.
Die Analysten bewerten den MDax-Wert nun mit „Buy“. Ihre optimistische Haltung begründen sie vor allem mit der Übernahme von HCSS. Der Zukauf des US-Unternehmens soll Nemetscheks Präsenz im nordamerikanischen Tiefbau- und Infrastruktursektor massiv ausbauen. Besonders die Integration von Building Information Modeling mit den Simulationslösungen von HCSS gilt als zentraler Wachstumstreiber.
Die Aktie legte daraufhin leicht zu und notierte zuletzt bei 58,80 Euro. Das entspricht einem Plus von 0,68 Prozent.
Stabilisierung nach Kursrutsch
Der positive Impuls folgt auf eine schwierige Phase. Auf Sicht von 30 Tagen verliert die Aktie noch knapp acht Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf fast 35 Prozent.
Immerhin: Der Kurs hat sich vom 52-Wochen-Tief bei 50,45 Euro entfernt. Der Abstand beträgt jetzt gut 16 Prozent. Mit einem RSI von 53,6 bewegt sich der Titel zudem in einem neutralen Bereich — weder überkauft noch überverkauft.
Ausblick auf nächste Hürden
Die Marktteilnehmer schauen nun auf die Integration von HCSS. Gelingt der Synergienachweis, könnte das Tempo wieder anziehen. Die Deutsche Bank sieht Nemetschek durch die Akquisition klar im Vorteil gegenüber US-Konkurrenten.
Die nächste technische Hürde liegt beim 50-Tage-Durchschnitt von 60,09 Euro. Ein nachhaltiger Sprung darüber wäre das erste Signal für eine breitere Erholung. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt (76,89 Euro) bleibt mit über 23 Prozent aber noch groß.
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