Mit einem Plus von 1,16 % hat Nel ASA am Dienstag den Handel beendet, doch bei rund 0,19 Euro kommt die Aktie weiterhin kaum voran. Im dritten Quartal klafften die Geschäftszahlen weit auseinander. Während der Auftragseingang auf 253 Millionen norwegische Kronen kletterte, blieben die Umsätze aus Kundenverträgen bei 112 Millionen Kronen. Das EBITDA fiel mit minus 93 Millionen Kronen negativ aus.
Der Auftragszuwachs von 339 % gegenüber dem Vorjahresquartal hat somit noch keine entsprechende Verbesserung der laufenden Geschäftszahlen gebracht. Der Rückgang der Umsätze um 63 % verdeutlicht, dass neue Bestellungen und tatsächlich abgerechnete Lieferungen zeitlich auseinanderliegen können. Die am 15. Oktober vorgelegten Ergebnisse zeigen damit ein Unternehmen, das zwar neue Geschäfte gewinnt, aber weiterhin operative Verluste ausweist.
Der Rheinmetall-Deal wirkt noch nicht
Ein Beispiel für den zeitlichen Abstand ist ein Auftrag der US-Tochter Nel Hydrogen US. Ein nicht genannter Technologiekonzern bestellte containerisierte PEM-Elektrolyseure samt zugehörigen Dienstleistungen für rund zwölf Millionen US-Dollar. Die Lieferung ist für 2027 geplant. Der Vertrag ist verbindlich, seine Umsätze werden jedoch erst mit der späteren Auslieferung relevant.
Noch weniger konkret ist das mögliche Geschäft mit Rheinmetall. Die beiden Unternehmen wollen prüfen, ob sich Elektrolyseure für die dezentrale Produktion synthetischer Kraftstoffe nutzen lassen. Als mögliche Abnehmer kommen Streitkräfte und Betreiber kritischer Infrastruktur infrage. Die Absichtserklärung verpflichtet die Partner bislang jedoch nicht zu Bestellungen. Ein konkreter Umsatz lässt sich daraus noch nicht ableiten.
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