Die Norweger von Nel ASA haben den Tiefschlag vom gestrigen Tag schon verarbeitet. Gestern standen minus 5,14 % auf den Kurstafeln. Heute geht es um satte 1,90% aufwärts. Die Aktie kommt auf ein Kursniveau von 0,348 Euro.
Das heißt, dass die Aktie immer noch ausgesprochen stark bewertet ist. In den vergangenen 5 Tagen waren 17,6 % Zuschlag zu verbuchen. Die Aktie ist, ähnlich wie die amerikanische Plug Power als Branchenkonkurrent, zumindest seit Anfang April in einem extrem starken Flow.
Nel Asa: Der Trend ist tatsächlich gewaltig!
Der Wasserstoffbranche insgesamt wird derzeit zugeschrieben, dass sie möglicherweise wegen des enormen Energiebedarfs durch den KI-Boom zu den Profiteuren zählen könnte. In diesem allgemein gültigen Rahmen sind die beiden genannten Aktien massiv nach oben geschossen. Kritiker würden immer meinen, dass die Aktien damit auch schon überbewertet seien.
Zu Nel ASA: Die Notierungen waren auch nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen noch immer attraktiv genug, um auch wirtschaftlich orientierte Analysten nicht allzu skeptisch werden zu lassen.
Ab dem 6. Mai hat Nel ASA dann endgültig die Schlagzeilen beherrscht. Da ging ein Produktionsausbau des Alkalielektrolysesystems der „nächsten Generation“, wie es hieß, an den Markt. Damit soll vor allem ein Kostenvorteil erwirtschaftet werden. Die Aktienmärkte interpretieren dies offensichtlich so, dass damit auch der Vertrieb gestärkt werden könnte.
Nel ASA Aktie Chart
Zudem hatte sich etwas zuvor schon die Nel-US-Tochter gemeldet und einen US-Auftrag über 7 Millionen Dollar für eine Elektrolyse-Ausrüstung bekannt gegeben. Das alles zusammen führte zu einer Stimmung, die zumindest erstaunlich zuversichtlich ist.
Technische Analysten würden für die Aktie derzeit von einem extrem starken Aufwärtstrend sprechen. Mehr als 50 % Vorsprung auf verschiedene Trendindikatoren sind ein klares Indiz dafür, dass der Markt hier nach oben drängt. Auch Chart-Analysten sehen derzeit kaum Widerstände für die Aktie. Möglicherweise reicht deren Fantasie sogar für Kursgewinne bis zu 0,50 Euro.
Wirtschaftlich orientierte Beobachter sind hier schon ausgestiegen. Denn sowohl im laufenden Jahr als auch im kommenden Jahr wird das Unternehmen jeweils Verluste produzieren. Minus 24 Millionen Euro soll es in diesem Jahr werden. Immerhin 30 Millionen Euro Minus sollen es im kommenden Jahr sein.
Dies wiederum korreliert mit einem bis dato sogar gesunkenen Auftragseingang. Insofern dominieren derzeit die Trading-Gesichtspunkte und die spekulativen Beobachtungen. Sie sind es ausschließlich, die diese Aktie in den massiven Aufwärtstrend geschickt haben.
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