Nel ASA hat seinen offiziellen Finanzkalender für die Geschäftsjahre 2026 und 2027 veröffentlicht. Der Quartalsbericht für das dritte Quartal 2026 soll demnach am 21. Oktober 2026 erscheinen, die Zahlen zum vierten Quartal 2026 folgen am 18. Februar 2027. Für Anleger liefert die Terminplanung eine erste Orientierung, während die Aktie zuletzt unter technischem Druck stand.
Am Montag stufte das Analysehaus StockInvest.us Nel ASA von „Hold“ auf „Sell Candidate“ herab. Grund war ein Kursrückgang von 6,79 Prozent innerhalb der vorangegangenen zehn Handelstage. Eine solche automatisierte Einstufung bewertet primär die Kursdynamik, nicht die fundamentale Verfassung des Unternehmens – dennoch spiegelt sie die nervöse Stimmung wider, die den norwegischen Wasserstoffkonzern derzeit begleitet.
Belastungsfaktoren aus dem Sommer wirken nach
Mehrere Entwicklungen aus den vergangenen Wochen prägen weiterhin das Bild. JPMorgan senkte vor gut drei Wochen sein Kursziel für Nel ASA von 2,90 auf 1,80 norwegische Kronen und begründete dies mit einem Umsatzrückgang von 12 Prozent im Jahresvergleich im zweiten Quartal sowie einem ausgeweiteten operativen Verlust. Die Einstufung „Neutral“ behielt das Haus zu diesem Zeitpunkt bei.
Auch die im Juli veröffentlichten Quartalszahlen liegen bereits über einen Monat zurück, bleiben aber der Referenzpunkt für die aktuelle Bewertung des Unternehmens: Der Umsatz aus Kundenverträgen sank auf 153 Millionen norwegische Kronen, der EBITDA-Verlust weitete sich von 86 Millionen auf 155 Millionen norwegische Kronen aus.
Belastet wurde das Ergebnis zusätzlich durch eine Belastung von 70 Millionen norwegische Kronen aus dem vor gut drei Wochen erzielten Vergleich mit Iwatani Corporation of America, der einen langjährigen Rechtsstreit beendete.
Positiver fiel der Auftragseingang aus: Im zweiten Quartal 2026 verbuchte Nel neue Bestellungen im Wert von 230 Millionen norwegische Kronen, der gesamte Auftragsbestand belief sich zum Quartalsende auf 1,21 Milliarden norwegische Kronen.
Führungswechsel und Technologieoffensive im Hintergrund
Zusätzliche Unsicherheit bringt der bevorstehende Führungswechsel an der Spitze des Unternehmens. Der Verpackungskonzern Elopak bestätigte vor gut drei Wochen, dass der derzeitige Nel-Vorstandschef Håkon Volldal spätestens zum 1. Januar 2027 als CEO zu Elopak wechseln wird. Volldal hatte seinen Rücktritt bei Nel bereits zuvor angekündigt.
Auf der technologischen Seite hatte Nel im Mai vor rund einem Monat den kommerziellen Start seiner neuen Generation drucklastiger alkalischer Elektrolyseure bekanntgegeben. Das Projekt wird mit 135 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds der EU unterstützt und sieht vor, die Produktionskapazität am Standort Herøya in Norwegen auf 1 Gigawatt pro Jahr auszubauen.
Ausblick auf die kommenden Berichtstermine
Mit dem nun feststehenden Kalender richtet sich der Blick der Anleger auf den 21. Oktober, wenn Nel die Zahlen zum dritten Quartal 2026 vorlegt. Angesichts der zuletzt schwachen Umsatzentwicklung und des ausgeweiteten Verlusts dürfte insbesondere die Frage im Mittelpunkt stehen, ob sich der starke Auftragseingang aus dem zweiten Quartal in den kommenden Monaten in tatsächlichen Umsätzen niederschlägt.
Der Bericht zum vierten Quartal folgt am 18. Februar 2027 und wird zusätzlich Aufschluss darüber geben, wie sich der anstehende Wechsel an der Unternehmensspitze auf die strategische Ausrichtung auswirkt.
Nel ASA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nel ASA-Analyse vom 26. August liefert die Antwort:
Die neusten Nel ASA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nel ASA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
