Die Aktie von Nel ASA hat in den vergangenen Monaten einen schwierigen Weg hinter sich gebracht. Vom Zwischenhoch im März 2025 hat das Papier rund 29 Prozent an Wert verloren. Die Geschäftszahlen für 2025 zeigen einen Umsatzrückgang von 31 Prozent auf 963 Millionen norwegische Kronen. Das Management führt dies auf unregelmäßige Lieferzyklen bei großen Elektrolyseur-Projekten zurück. Gleichzeitig belasteten Abschreibungen in Höhe von 799 Millionen NOK die Bilanz, die vor allem ältere Alkaline-Produktionsanlagen und Firmenwerte betrafen.
Nel ASA Aktie Chart
Auftragsflut durch PEM-Technologie treibt Hoffnung
Doch hinter den schwachen Umsatzzahlen verbirgt sich eine bemerkenswerte Entwicklung. Im Q4 stieg der Auftragseingang um 364 Prozent auf 686 Millionen NOK an. Verantwortlich dafür war vor allem die PEM-Sparte, die 93 Prozent der Neuaufträge auf sich vereinte. Ein Großauftrag über einen 40-Megawatt-PEM-Elektrolyseur von HYDS für zwei norwegische Standorte gilt als bisher größter PEM-Vertrag des Unternehmens nach Kapazität. Der Gesamtauftragsbestand wuchs zum Jahresende auf 1,319 Milliarden NOK, ein Plus von 34 Prozent gegenüber dem Vorquartal.
Diese Dynamik dürfte auch auf die strategische Partnerschaft mit Samsung Engineering & Construction zurückzuführen sein. Der koreanische Konzern erwarb im März 2025 eine Beteiligung von 9,1 Prozent für rund 33 Millionen Dollar und wurde damit größter Einzelaktionär. Nel fungiert nun als bevorzugter globaler Wasserstoffpartner von Samsung E&A, was dem norwegischen Unternehmen Zugang zu schlüsselfertigen Anlagenprojekten verschaffen könnte.
Neue Technologieplattform soll 2026 durchstarten
Das Herzstück der strategischen Neuausrichtung ist eine neue druckbasierte Alkaline-Elektrolyseur-Plattform, deren Markteinführung für die erste Jahreshälfte 2026 geplant ist. Nach sieben Jahren Entwicklung und erfolgreichen Prototypentests hat der Vorstand grünes Licht für den Aufbau einer Produktionskapazität von bis zu einem Gigawatt am Standort Herøya gegeben. Die neue Technologie verspricht eine Reduzierung der Anlagenfläche um 80 Prozent und eine Senkung der Investitionskosten um 40 bis 60 Prozent.
Der EU-Innovationsfonds soll bis zu 135 Millionen Euro beisteuern, was etwa 60 Prozent der förderfähigen Kosten abdecken könnte. Größere Auslieferungen sind ab 2027 vorgesehen. Die Liquiditätsreserven von Nel beliefen sich zum Jahresende auf 1,617 Milliarden NOK, ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr, der teilweise durch einen Personalabbau von rund 15 Prozent kompensiert wurde.
Anleger werden in den kommenden Monaten genau beobachten, wie Nel den prall gefüllten Auftragsbestand in tatsächliche Umsätze überführt. Die Hauptversammlung am 10. April, der Quartalsbericht am 22. April und vor allem der Halbjahresbericht am 15. Juli dürften zeigen, wie weit die Transformation fortgeschritten ist. Entscheidend bleibt, inwieweit die neue Plattform die versprochenen Kostenvorteile in der Praxis einlösen kann und wie schnell sich daraus Wettbewerbsvorteile ableiten lassen.
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