Mit einem Minus von knapp 10 % ging es für die Nel ASA-Aktie am Mittwochmorgen im deutschen Handel steil abwärts. Zumindest ein Teil der in den vorherigen Handelstagen erzielten Kursgewinne wurde somit zunichtegemacht (Stand: 22.04.2026, 9:10 Uhr, Tradegate).
Nel ASA-Aktie: Umsatzrückgang in Q1 – Zahlen enttäuschen
Verantwortlich für den markanten Rücksetzer waren die neuen Zahlen des norwegischen Wasserstoffspezialisten. So musste Nel ASA im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Umsatzrückgang um 5 % auf 148 Millionen NOK hinnehmen. Damit lag das Unternehmen auch deutlich unter dem Analystenkonsens in Höhe von rund 194 Millionen NOK.
Beim Ergebnis haben die Norweger erneut rote Zahlen geschrieben. Der Nettoverlust belief sich auf 144 Millionen NOK und war damit fast so hoch wie der Umsatz. Pro Aktie umfasste der Verlust 0,08 NOK und war damit immerhin geringer als im Vorjahreszeitraum (0,10) – allerdings ebenfalls schlechter, als die Analysten erwartet hatten.
Nel ASA-Aktie: Auftragsflaute zu Jahresbeginn
Besonders bitte dürfte zudem die Auftragslage sein, die das Fundament für die Wachstumsentwicklung darstellt. So fiel der Auftragseingang im ersten Jahresviertel 2026 um satte 73 % auf 85 Millionen NOK. Der Bestand war um 24 % auf 1,113 Milliarden NOK rückläufig. Gleichzeitig gingen die liquiden Mittel von 2,059 im Vorjahr auf 1,443 Milliarden NOK zurück.
Nel-Chef Håkon Volldal zeigte sich dennoch zuversichtlich: „Das erste Quartal des Jahres war bei der Auftragsaufnahme eher ruhig, aber die Dynamik für die PEM-Sparte hält an, mit einem guten Kaufauftrag, der im zweiten Quartal unterschrieben wurde, und hohen Erwartungen an noch ein paar weitere Angebote vor Abschluss der ersten Jahreshälfte.“
Nach der zuletzt erlebten Kurseuphorie im Wasserstoffsektor dürften die Nel-Zahlen trotzdem eine deutliche Enttäuschung sein. Noch immer hadert das Unternehmen nicht nur mit der fehlenden Profitabilität, sondern auch mit schwachen Auftragseingängen und gar rückläufigen Umsätzen.
Nel ASA-Aktie: Hoffnung auf neue Elektrolyse-Technologie
Immerhin: Die Verluste haben sich zuletzt reduziert und dürften auch im Gesamtjahr laut den Analysten niedriger ausfallen als 2025. Jetzt gilt es für Nel, im Jahresverlauf so viele neue und möglichst große Aufträge wie möglich an Land zu ziehen.
Die Hoffnung liegt hier unter anderem auf einer neuen Technologieplattform. Dieser Druckalkali‑Elektrolyseur soll Anfang Mai vorgestellt werden und laut CEO Volldal „neue Maßstäbe“ in Sachen Leistung setzen. Das Unternehmen führe hierzu bereits Gespräche mit mehreren Kunden, so der Manager.
Nel ASA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nel ASA-Analyse vom 22. April liefert die Antwort:
Die neusten Nel ASA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nel ASA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
