Die Nel ASA Aktie beendet die Woche tief im roten Bereich. Bei 0,20 Euro ging das Papier am Freitag aus dem Handel. Das entspricht einem Wochenverlust von fast neun Prozent. Ein konkreter Auslöser für diesen Absturz fehlt völlig.
Das Wasserstoff-Unternehmen hat seit Mitte Juni keine Neuigkeiten veröffentlicht. Zuletzt meldete der Konzern den Abgang von CEO Håkon Volldal. Auch operative Updates oder neue Aufträge blieben seither aus. Die Folge: Der Markt handelt rein nach Stimmung.
Diese Stimmung dreht massiv ins Negative. Innerhalb von 30 Tagen verlor der Titel rund 40 Prozent an Wert. Damit hat sich die Erholung aus dem Frühjahr fast vollständig in Luft aufgelöst.
Ende Mai markierte die Aktie noch ein Hoch bei 0,37 Euro. Davon ist der Kurs mittlerweile meilenweit entfernt. Seit Jahresbeginn steht nur noch ein mageres Plus von gut sechs Prozent auf der Kurstafel.
Gefährliche Nähe zum Jahrestief
Charttechnisch sieht die Lage extrem fragil aus. Der Kurs rutschte zuletzt unter die wichtige 200-Tage-Linie bei 0,21 Euro. Nach unten bietet nun erst das Februar-Tief bei 0,17 Euro einen echten Halt.
Ein kleiner Lichtblick bleibt für kurzfristige Spekulanten. Der RSI-Indikator notiert bei knapp 32 Punkten. Das signalisiert einen stark überverkauften Zustand. Parallel dazu bestätigt die hohe Volatilität von 85 Prozent die extreme Nervosität im Markt.
Warten auf die Halbjahreszahlen
Ohne frische Aufträge richten sich alle Blicke auf den nächsten Pflichttermin. Am 15. Juli präsentiert Nel ASA den Halbjahresbericht. Bis dahin fehlen dem Markt offizielle Datenpunkte zur operativen Entwicklung.
Das Management muss dann zwingend Fortschritte bei der neuen Elektrolyseur-Plattform zeigen. Gelingt in den kommenden Tagen der Sprung über die 0,21-Euro-Marke nicht, droht ein direkter Test des bisherigen Jahrestiefs.
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