Die Aktie von Nel ASA steht weiterhin unter Beobachtung der Analysten. Analyst James Carmichael von der Privatbank Berenberg hat am Mittwoch sein Kursziel für den norwegischen Wasserstoffspezialisten von 2,60 auf 2,30 Kronen gesenkt. Trotz dieser Anpassung nach unten behält er seine neutrale Einschätzung mit einem „Hold“-Rating bei.
Die Begründung für die vorsichtige Haltung liegt in der nach wie vor schwer vorhersagbaren Entwicklung der Auftragseingänge. Carmichael betont, dass die Visibilität bei künftigen Orders begrenzt bleibt, obwohl Nel zuletzt durchaus positive Signale aussenden konnte.
Nel ASA Aktie Chart
Fortschritte im PEM-Geschäft erkennbar
Erfreuliche Entwicklungen sieht der Analyst im Bereich der Protonenaustauschmembran-Technologie, kurz PEM. Hier konnte Nel ASA zuletzt Fortschritte verzeichnen, die sich auch in der Auftragsstruktur widerspiegeln. Ein Großauftrag im November habe dazu beigetragen, dass dieser Geschäftsbereich mittlerweile über die Hälfte des gesamten Auftragsbestands ausmacht.
Diese Verschiebung in der Zusammensetzung des Portfolios könnte für Nel strategisch bedeutsam sein. Die PEM-Technologie gilt als flexibler einsetzbar als alkalische Systeme und wird insbesondere für Anwendungen mit schwankender Energiezufuhr geschätzt.
Neue Alkaline-Technologie mit Fragezeichen
Gleichzeitig arbeitet Nel an der Einführung eines Alkaline-Systems der nächsten Generation. Carmichael sieht darin grundsätzlich Potenzial für positive Impulse. Allerdings mahnt er zur Vorsicht: Die Marktakzeptanz der neuen Technologie lässt sich noch nicht abschließend beurteilen.
Zudem bestehen Unsicherheiten bezüglich der tatsächlichen Leistungsfähigkeit im praktischen Einsatz. Solche Risiken bei der Einführung neuer Produktgenerationen sind in der Technologiebranche nicht ungewöhnlich, erfordern aber eine sorgfältige Beobachtung.
Für Anleger bleibt die Frage, wie schnell Nel ASA die Auftragslage stabilisieren und die neuen Technologien erfolgreich am Markt etablieren kann. Die Wasserstoffbranche insgesamt steht vor der Herausforderung, von politischen Förderungen zu nachhaltigem kommerziellem Erfolg überzugehen. Bei Nel dürften die kommenden Quartale zeigen, inwieweit diese Transformation gelingt.
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