Nel ASA steuert auf den nächsten Härtetest zu. Am 15. Juli legt der Wasserstoff-Spezialist seine Halbjahreszahlen vor. Die Erwartungen der Analysten zeigen ein geteiltes Bild. Einem starken zweiten Quartal steht eine verhaltene Jahresprognose gegenüber.
Frische Schätzungen für das Quartal
Für das abgelaufene Jahresviertel rechnen Marktexperten mit Wachstum. Der Umsatz soll auf rund 191 Millionen Norwegische Kronen steigen. Das entspricht einem zweistelligen prozentualen Zuwachs im Vorjahresvergleich.
Parallel dazu dürfte der Verlust schrumpfen. Analysten erwarten ein Minus von 0,053 Kronen je Aktie. Im Vorjahresquartal verzeichnete das Unternehmen noch einen Fehlbetrag von 0,070 Kronen.
Jahresausblick dämpft die Stimmung
Die Prognose für das Gesamtjahr bremst den Optimismus. Experten schätzen den Jahresumsatz für 2026 auf 805 Millionen Kronen. Im vergangenen Jahr erlöste Nel noch gut 963 Millionen Kronen.
Immerhin soll der Jahresverlust deutlich sinken. Analysten kalkulieren mit einem Minus von 0,239 Kronen je Papier. Das eigentliche Problem liegt jedoch beim Neugeschäft. Bereits im ersten Quartal brach der Auftragseingang um 73 Prozent ein.
Aktie sucht nach einem Boden
Bis zur Vorlage der Zahlen befindet sich Nel in einer strikten Ruhephase. Das Management schweigt. Die Folge: Marktteilnehmer richten ihren Fokus voll auf die externen Prognosen.
An der Börse dominiert Skepsis. Die Nel-Aktie notiert aktuell bei 0,21 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen verlor das Papier rund 36 Prozent an Wert.
Auch das charttechnische Bild bleibt fragil. Der Kurs notiert klar unter seinem 50-Tage-Durchschnitt. Vom Jahreshoch bei 0,37 Euro aus dem Mai ist der Titel weit entfernt.
Wenn Nel Mitte Juli die Bücher öffnet, reicht ein reines Umsatzplus im zweiten Quartal kaum aus. Investoren fordern klare Signale für eine Erholung der Neuaufträge. Ohne eine Trendwende beim Auftragseingang dürfte die Aktie ihren Abwärtstrend fortsetzen.
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